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Firmenpolitik

Schweizer Hauptsitz für ABB nicht mehr sakrosankt

Die Folgen der Zuwanderungsdebatte spürt ABB, sagt Konzernchef Ulrich Spiesshofer im Gespräch mit der «Bilanz». Für ihn steht möglicherweise der Schweizer Hauptsitz zur Disposition.

Marc Kowalsky

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ABB-Chef Ulrich Spiesshofer warnt vor einer zu engen Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative. «Die Schweiz als liberales Wirtschaftssystem muss verlässlich und berechenbar sein», so der Chef des grössten Schweizer Industrieunternehmens mit 140 000 Angestellten. «Alles, was dies einschränkt, sehe ich mit grösster Sorge.»

Und weiter: «Wenn die Masseneinwanderungsinitiative falsch oder zu eng ausgelegt wird, müssen wir uns überlegen, wie wir unsere Strukturen weiterentwickeln», sagt Spiesshofer. Auch der Schweizer Hauptsitz stünde dann möglicherweise zur Disposition. «Wir sagen ganz klar, dass wir in solchen Situationen alle Szenarien durchdenken müssen. Das macht jeder Unternehmer.»

Potenzielle Kunden meiden ABB

ABB spürt bereits negative Folgen der Abstimmung vom 9. Februar. Einige potentielle Kandidaten würden mit ABB gar nicht erst reden wegen der Einwanderungsproblematik, so Spiesshofer

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