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Der Kunstmarkt verlangsamt sich. Eine junge Garde stellt mit experimenteller Kunst gängige Narrative in Frage. BILANZ präsentiert das 31. Künstler-Rating.

Brigitte Ulmer
Jiajia Zhang
Die in China geborene Künstlerin hält uns mit suggestiven Fotografien und Videos den Spiegel vor. Platz 19 «Beste Präsentationen».
Mina Monsef für BILANZ«Die Preise für zeitgenössische Kunst brechen ein. Ist das das Ende?», titelte das Branchen-Onlinemagazin Artnet.com unlängst. Es folgten Anekdoten aus der opaken Welt des Kunstmarkts, die jeden Galeristen das Fürchten lehren könnten. Von Werken namhafter Künstler war die Rede, die an Auktionen nur noch zu einem Bruchteil ihres ursprünglichen Werts versteigert wurden.
Dass der Wind gedreht hat, belegt der «Art Basel & UBS Art Market Report». Gemäss dessen Erhebungen schrumpfte der globale Kunstmarkt 2023 im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 65 Milliarden Dollar.
Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die China-Taiwan-Krise, unsichere Zeiten am Aktienmarkt, hohe Zinssätze und die Ungewissheit über das künftige Wirtschaftswachstum in China ergeben einen Cocktail, der die Champagnerlaune vielleicht mehr verdirbt, als es an Vernissagen und VIP-Eröffnungen den Anschein hat.
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