Guten Tag,
Bei Premium Economy ist alles ein wenig besser. Dafür ist die Trendklasse auch etwa doppelt so teuer.
Werbung
Rund die Hälfte aller führenden Airlines begegnet der Passagierwanderung in die hinteren Reihen mit einer neuen Kategorie: Premium Economy. Zielpublikum sind Freizeitreisende mit gewissen Ansprüchen und Business Travellers mit reduziertem Spesenkonto. Was bietet die boomende Zwischenklasse?
Hauptargument für die meisten Flugreisenden ist der Sitzabstand. Diesbezüglich besonders grosszügig ist Thai Airways mit 107 Zentimetern, was sonst nur bei Qantas und Air New Zealand zu haben ist. Auch der Neigungswinkel der Sitze erzielt mit 135 Grad Bestwerte.
Virgin Atlantic, deren Economy-Passagiere wie bei British Airways mit 79 Zentimeter Sitzabstand besonders eingeengt sind, offeriert in der aufgewerteten Klasse immerhin 97 Zentimeter Sitzabstand. British Airways hat die gleiche Beinfreiheit in der Premium Economy, doch Virgin toppt die Konkurrenz mit um sieben Zentimeter breiteren Sitzen. Weitere Pluspunkte von Virgins Premium Economy: Priority Check-in, Priority Boarding und bevorzugte Gepäckausgabe am Zielflughafen. An Bord kann man unter drei Hauptgängen wählen – serviert auf Porzellangeschirr – und vor allem von flexiblen Essenszeiten wie in der Upperclass profitieren.
Ein überzeugendes Gesamterlebnis in der Premium Economy bietet auch die japanische ANA. An manchen Flughäfen wie Tokio, London und New York haben die Passagiere freien Zugang zu den ANA-Lounges. Eine weitere Spezialität ist der sogenannte Skyporter Service, der kostenlos ein Gepäckstück pro Passagier vom Flughafen Tokio zu irgendeinem Zielort in Japan bringt und es bei der Rückreise wieder abholt und direkt zum europäischen Heimatflughafen zurückspediert.
Air France bietet in ihrer neu geschaffenen Klasse Premium Voyageur die gleiche Beinfreiheit wie ANA, Virgin, British Airways und SAS, nämlich über 40 Prozent mehr Platz als in der Economy Class (auf der Fläche von 40 Eco-Sitzplätzen sind 22 Premium-Voyageur-Sitze installiert.) Als Besonderheit der französischen Airline bleibt dies dank einer fixen Sitzschale während des ganzen Flugs so. Die Freigepäcklimite liegt bei 30 Kilogramm, zudem sind die Tickets kostenlos umbuchbar, und auf Langstrecken können sich die Passagiere neben dem regulären Food-Angebot an einem kleinen Buffet mit Sandwichs und Häagen-Dazs-Glace verköstigen.
In der Premium-Economy-Klasse von Qantas und Air New Zealand ist das kulinarische Angebot nicht weit von demjenigen ihrer Business Class entfernt – selbst der Champagner ist im Preis inbegriffen. Es gibt heisse Handtücher beim Empfang, hochwertige Kopfhörer und kuschelige Decken. Das Wohlfühlmotto: mehr Platz und Qualität als in der normalen Economy, weniger Firlefanz als in der Business Class.
Die im Trend liegende neue Klasse, die für ungefähr den doppelten Tarif der normalen Economy zu haben ist, entwickelt sich zum Verkaufsschlager rund um den Globus. Wohlweislich deklarieren viele Fluggesellschaften das Premium-Economy- offiziell als Economy-Ticket: Für Geschäftskunden ist das Premium-Produkt meist nichts anderes als eine Umgehung der Reiseregeln der Unternehmen.
Werbung
Werbung