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UBS-Investmentbank: Kritik am System

Trotz der verzockten Milliarden will die UBS am Investmentbanking festhalten - allerdings wohl mit Abstrichen. Derweil hagelt es Kritik. Bundesrat Ueli Maurer stellt kΓΌnftige Hilfsaktionen fΓΌr Banken in Frage.

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Auf der Suche nach LΓΌcken: UBS-PrΓ€sident Kaspar Villiger (Bild: Keystone) RMS

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Trotz des Riesenlochs, das ein Londoner HΓ€ndler bei der UBS verursacht hat, hΓ€lt UBS-PrΓ€sident Kaspar Villiger laut der Β«NZZ vom SamstagΒ» an der Investmentbank als solcher fest. Die Strategie einer Investmentbank, die nicht mehr auf den Eigenhandel, sondern auf Dienste fΓΌr die Kunden ausgerichtet sei, habe sich bewΓ€hrt, liess Villiger verlauten.
Es sei hingegen abzuklΓ€ren, ob und wie die Kontrollen und die Fokussierung auf die Kunden verbessert werden mΓΌssten. Villiger liess eine Verkleinerung der Sparte durchblicken, die in den letzten zehn Jahren der UBS happige Verluste eingebrockt hatte: Es sei klar, dass die Investmentbank kΓΌnftig mit weniger Kapital werde auskommen mΓΌssen.
Dass so ein Riesenverlust passiert sei, zeige, dass es irgendwo noch LΓΌcken gebe, die geschlossen werden mΓΌssten, machte Villiger gemΓ€ss der Zeitung deutlich.
Maurer: System versagt
Bundesrat Ueli Maurer sagte in einem Interview mit der Zeitung Β«Zentralschweiz am SonntagΒ», der Fall werde ein denkbar schlechtes Licht auf die Schweizer Banken. Er habe den Eindruck, dass das System versagt habe.
Β«Man darf doch nicht einem 31-JΓ€hrigen, der erst seit fΓΌnf Jahren in der Bank tΓ€tig ist, eine solche MachtfΓΌlle in die HΓ€nde gebenΒ», sagte Maurer. Entweder habe er tatsΓ€chlich eine grosse kriminelle Energie entwickelt, oder dann habe schlicht die Kontrolle versagt.

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Die Politik mΓΌsse sich kΓΌnftig noch intensiver ΓΌberlegen, ob man einer Bank wirklich unter die Arme greifen wolle, wenn es ihr schlecht gehe. Β«Es darf ja nicht sein, dass der Steuerzahler eine Bank rettet, die dann einen 31-JΓ€hrigen mit 2 Milliarden Franken 'hopps' gehen lΓ€sst. So etwas geht Β», sagte Maurer.
Fusion mit einer anderen Investmentbank?
Der einstige Leiter der UBS-Investmentbank, Markus Granziol, sagte in einem Interview mit der Β«SonntagsZeitungΒ», dass GrΓΌbels Strategie fΓΌr die UBS-Investmentbank fragwΓΌrdig sei: Β«Die Umsetzung ist Β»
Β«Der Versuch, nach ΓΌber 50 Milliarden Verlust wieder eine weltweit fΓΌhrende Investmentbank im ZinsengeschΓ€ft zu werden, war ein FehlerΒ», sagte Granziol.
Am besten wΓ€re eine Fusion mit einer anderen Investmentbank, so wie damals bei UBS und Bankverein. Die Investmentbank einfach zu schliessen, wΓ€re unglaublich riskant.
(tno/sda)

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