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Schweizer konsumieren weniger

Herr und Frau Schweizer ist die Lust am Einkaufen vergangen - oder sie kaufen vermehrt im Ausland ein. Dies geht aus dem Konsumindikator der UBS hervor. Betroffen sind dabei offenbar sΓ€mtliche Konsumbereiche.

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Im Juni wurden in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr zwΓΆlf Prozent weniger Neuwagen verkauft. (Bild: Keystone) RMS

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Der Privatkonsum in der Schweiz ist laut dem Konsumindikator der Grossbank UBS im Juni zurΓΌckgegangen. Zum RΓΌckgang beigetragen haben gemΓ€ss Mitteilung  sΓ€mtliche Konsumbereiche, welche in den Indikator einfliessen.

So ist es bei den Neuimmatrikulationen von Autos geradezu zu einem Einbruch gekommen. Die Juni-Zahlen der Neuimmatrikulationen hinken dem Vorjahreswert um 12 Prozent hinterher, nachdem selbst noch im Mai ein sattes Plus zu verzeichnen war. Ebenfalls deutlich rΓΌcklΓ€ufig war der GeschΓ€ftsgang im Detailhandel.

Die Konjunkturforschungsabteilung der UBS weist zwar darauf hin, dass der KonsumrΓΌckgang auch durch die aussergewΓΆhnlich tiefe Zahl an Arbeitstagen beeinflusst worden sei, da Auffahrt und Pfingsten heuer auf den Juni fielen. Ein noch grΓΆsserer Einflussfaktor dΓΌrfte aber der starke Franken darstellen.

Da der Konsumindikator hauptsΓ€chlich den Konsum in der Schweiz misst, ist er rΓΌcklΓ€ufig, wenn EinkΓ€ufe beispielsweise vermehrt im Aus- statt im Inland getΓ€tigt werden oder die Schweizer BevΓΆlkerung Ferien im Ausland statt in der Schweiz verbringt. Der Indikator unterschΓ€tze daher womΓΆglich zurzeit die Dynamik des gesamten Privatkonsums, zu dem auch der Konsum im Ausland gehΓΆrt, heisst es in der Mitteilung der UBS.





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(rcv/tno/sda)

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