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Rolf Hess: Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Das Gretag-Debakel holt Rolf Hess ein. Der Financier kommt unter Druck.

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Es braut sich etwas zusammen ΓΌber Rolf Hess, Ex-Inhaber der Revisionsfirma Hess Grant Thornton und umstrittener Financier (BILANZ 02/01). Der GlΓ€ubigerausschuss der Pleitefirma Gretag Imaging Β«prΓΌft zurzeit eine Verantwortlichkeitsklage gegen die ehemalige GeschΓ€ftsfΓΌhrung und die Organe des UnternehmensΒ», bestΓ€tigt Kaspar Wohnlich, Smuv-GewerkschaftssekretΓ€r und Mitglied des Ausschusses. Man sei auf Ungereimtheiten bei der internen Verrechnung der stark verschachtelten Konkursfirma gestossen, fΓΌgt er an. Von einer Klage betroffen wΓ€re wohl auch Rolf Hess, der als Revisor fΓΌr den Abschluss des besten Firmenjahres 1999 zeichnet.
Nach seinem Testat war die Gretag-Welt damals noch in bester Ordnung: Ein Reingewinn von 96 Millionen bei einem um 45 Prozent auf 697 Millionen Franken gesteigerten Umsatz. Die Aussichten wurden in den rosigsten Farben gemalt. Der BΓΆrsenkurs zog ob der frohen Kunde ziemlich steil nach oben. Doch wenige Monate spΓ€ter war es nach einer Gewinnwarnung vorbei mit der Herrlichkeit, und Gretag Imaging schlitterte unaufhaltsam in die Pleite.
Nach all dem bleibt eine interessante Frage: Was wusste Revisor Rolf Hess?.Er will sich heute zu dieser Sache nicht Γ€ussern. Auf Anfrage sagt er lediglich: Β«Ich habe meine Treuhandgesellschaft im Jahre 2000 verkauft. Wenden Sie sich an meinen damaligen Mandatsleiter und die neue Besitzerin BDO Visura.Β»

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