Soviel hat Apple noch nie verdient: Im dritten Quartal haben iPhone, iPad und Mac den Umsatz um mehr als 80 Prozent nach oben schnellen lassen, den Gewinn sogar um 125 Prozent. Nur ein GerΓ€t verkaufte sich schlechter als zuletzt.
Apple-Chef Steve Jobs - hier im September in San Fransisco - ist begeistert ΓΌber das Rekord-Quartal (Bild: Keystone) RMS
Die Kunden reissen Apple die GerΓ€te weiter aus den HΓ€nden. Im dritten GeschΓ€ftsquartal von April bis Juni wurde Apple mehr als 20,3 Millionen iPhone-Handys los, fast 9,3 Millionen iPad-Tabletcomputer und annΓ€hernd 4 Millionen Mac-Rechner.
Β«Wir sind begeistert darΓΌber, dass wir das beste Quartal aller Zeiten abliefern konntenΒ», sagte Konzernchef Steve Jobs im kalifornischen Cupertino.
Der Umsatz schoss angesichts der blendenden VerkΓ€ufe um 82 Prozent auf 28,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn verbesserte sich gegenΓΌber dem Vorjahreszeitraum um 125 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar. Soviel hatte Apple (Aktienkurs Apple) noch nie verdient.
iPhone macht iPod ΓΌberflΓΌssig
Einziger Wermutstropfen waren die iPod-Musikspieler, deren Absatz weiter fiel auf zuletzt 7,5 Millionen StΓΌck. Viele Apple-Fans hΓΆren ihre Songs inzwischen lieber ΓΌber das iPhone.
Apple ist derzeit so erfolgreich unterwegs wie kaum ein zweites Unternehmen. Zuletzt wirbelte der kalifornische Elektronikkonzern mit dem iPad den gesamten Markt durcheinander, nachdem ihm dies schon zuvor mit dem iPhone und dem iPod gelungen war.
NΓ€chstes Grossprojekt ist iCloud - bei diesem Dienst liegen etwa MusikstΓΌcke zentral auf grossen Internet-Rechnern und kΓΆnnen vom Nutzer von ΓΌberall aus abgerufen werden.
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Spekulationen um Jobs' Nachfolge
Die krankheitsbedingte Auszeit von Steve Jobs lΓ€sst derweil wieder einmal die Nachfolgediskussion hochkochen. Nach einem Bericht des Β«Wall Street JournalΒ» haben sich einzelne Apple-VerwaltungsrΓ€te mit Personalvermittlern getroffen, um auszuloten, welcher Manager in Jobs' Fussstapfen treten kΓΆnnte. In mindestens einem Fall sei auch der Chef eines namhaften anderen Technologiekonzerns angesprochen worden.
Jobs selbst schrieb in einer E-Mail an das Blatt: Β«Ich glaube, das ist Quatsch.Β» Die Zeitung berief sich auf eingeweihte Personen. Demnach handelte es sich bei dem Vorstoss der VerwaltungsrΓ€te wahrscheinlich um AlleingΓ€nge. Die GesprΓ€che hΓ€tten auch mehr dem allgemeinen Ziel gedient, die MΓΆglichkeiten von Apple abzustecken, als konkret einen neuen Chef zu finden.
Jobs hat sein Arbeitspensum seit Januar reduziert, um seine Gesundheit zu schonen. Es ist unklar, was ihm fehlt. Der 56-JΓ€hrige kΓ€mpft seit Jahren mit schweren Krankheiten. 2004 hatte er wegen Krebs behandelt werden mΓΌssen; 2009 bekam er eine neue Leber. Bei ΓΆffentlichen Auftritten wirkte er zuletzt dΓΌnn.
AktionΓ€re hatten immer wieder verlangt, dass Apple einen Nachfolgeplan vorlegt.