Ölkonzerne wollen neue Pumpen in Betrieb nehmen
Viele US-Ölförderer wie Chevron, ConocoPhillips und Occidental Petroleum planen, neue Förderanlagen in Betrieb zu nehmen. Sie profitieren davon, dass die Kosten für die Schieferöl-Produktion deutlich gesunken sind. Mancherorts sind sie nur noch in etwa so hoch wie im Iran. Viele Fachleute gehen davon aus, dass die US-Konzerne ihre Förderung wieder ankurbeln, wenn der Ölpreis über 55 Dollar je Barrel liegt. Derzeit kostet leichtes US-Öl knapp 51 Dollar.
Für das Ölkartell Opec, das sich erst kürzlich erstmals seit 2008 auf eine Förderkürzung geeinigt hat, kommt die neue US-Konkurrenz zur Unzeit. Der Chef des Rohstoffhändlers Glencore,
Ivan Glasenberg, warnt vor einem «Katz- und Maus-Spiel», das den Ölpreis niedrig halten könnte. «Ich hoffe, dass die Schiefergasbranche in den USA sich verantwortungsbewusst verhält und zulässt, dass der jüngste Ölpreisanstieg von Dauer ist.»