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Restrukturierung

«Für die mittlere und längere Zukunft bin ich besorgt»

Die Postfinance verpasst sich eine neue Struktur - sie will schlanker und schneller werden. CEO Hansruedi Köng erklärt, wie er die Wende schaffen und Stellenabbau minimieren möchte.

Caroline Freigang

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Hansruedi Höng: «Wir sind defensiv was die Neubesetzungen von Abgängen betrifft.»Keystone RMS

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Herr Köng, Sie digitalisieren die Postfinance. Kürzlich hat Ihr Mutterkonzern, die Post, Bargeldeinzahlung an der Haustür an den Pöstler eingeführt. Digital sieht anders aus.
Hansruedi Köng*: Das stimmt. Der Service wurde von der Schweizerischen Post aber auch nicht für digital-affine Kunden eingeführt, sondern für Leute, die ihre Monatsrechnungen weiterhin mit Bargeld begleichen möchten. Das scheint nach wie vor ein gesellschaftliches Anliegen zu sein. Es ist aber fernab von Digitalisierung.

Braucht es einen solchen Service auch in 10 bis 20 Jahren noch?
«Alte Zöpfe» haben manchmal ein langes Leben. Und die Schweizer lieben ihr Bargeld.

Stellt das Schwierigkeiten für Ihre Bezahlapp Twint dar? Bislang hat sich bei den Schweizern mässiges Interesse am Mobile Payment eingestellt.
Twint hat das Potential, das zu ändern. Ausserdem ist es zu spät, eine Lösung erst dann zu entwickeln, wenn sich das Kundenverhalten bereits verändert hat. Wir sind dem also einen Schritt voraus.

Mittlerweile kann man dank der App Boon jede Kreditkarte mit ApplePay verknüpfen. Hat Twint da überhaupt noch eine Chance?
Es gibt nicht nur digitale Zahlungsmittel. Plastikkarten und Bargeld sind ebenfalls Konkurrenten für Twint. Am Ende wird der Kunde entscheiden was er will. Klar ist: Mit dem Bezahlen alleine werden wir die Leute nicht von Mobile Payment überzeugen können. Da sind beispielsweise kontaktlose Bezahlkarten schneller. Den Unterschied werden die Zusatzangebote machen. Twint soll eine Shopping-App werden: Mit Sonderangeboten, Rabatt- und Loyaltyprogrammen sowie Mobile Marketing. Wenn man seine Supercard von Coop hinterlegen kann, bieten wird etwas, was ApplePay und andere Bezahllösungen nicht können. Das ist erfolgsversprechend.

Der Launch von Twint hat sich wiederholt verzögert. Kommt Sie endgültig im April?
Das liegt unter anderem daran, dass Twint rasch gewachsen ist und in der Zwischenzeit alle grossen Banken involviert sind. Die Arbeiten sind auf Kurs und Twint wird wie angekündigt im April starten.

Die Postfinance hat vorige Woche das Ergebnis für 2016 veröffentlicht. Sind Sie zufrieden?
In Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in denen wir uns befinden, insbesondere mit dem aktuellen Zinsniveau, dürfen wir mit unserem Ergebnis zufrieden sein.

Das Ergebnis war von einmaligen Verkäufen beeinflusst. Sind Sie optimistisch, was den Rest des Jahres anbelangt?
Für 2017 bin ich verhalten positiv. Für die mittlere und längere Zukunft bin ich besorgt. Wir erwirtschaften 60 Prozent unserer Erträge im Zinsdifferenzgeschäft. Mit den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem Kreditvergabeverbot haben wir kaum Chancen, das heutige Gewinniveau zu halten.

Sie haben es bislang nicht geschafft, Bern davon zu überzeugen, Sie zum Kreditgeschäft zuzulassen. Welche Möglichkeiten sehen Sie sonst, um den Rückgang im Zinsgeschäft zu kompensieren?
Wir wollen uns ein Standing als Bank im Anlagegeschäft erarbeiten. Durch die Digitalisierung entstehen ausserdem neue Geschäftsmodelle wie das Crowdlending, oder im Bereich der Online-Hypotheken und im Data Mining. Mit der Auswertung von Daten könnte man dem Kunden auf ihn zugeschnittene Produkte anbieten. Wenn die EU-Richtlinie PSD2 in die Schweizer Regulierung übernommen werden sollte, öffnet sich sowieso der ganze Markt. Da sehen wir Chancen in der Zukunft. Diese sind aber in Punkto Gewinnaussichten noch nicht so greifbar, wie wenn man ins Kreditgeschäft eintreten könnte.

Die jüngst eingeführten Negativzinsen werden Sie also beibehalten?
Ja, für Privatkunden mit einem Cashsaldo über eine Million Franken. Das ist aber kein Geschäftsmodell um Profite zu machen, sondern um die Verluste wettzumachen, die uns durch die Negativzinsen bei der SNB entstehen.

Haben Kunden bereits auf die Einführung der Negativzinsen reagiert?
Wir haben diese erst am 1. Februar 2017 eingeführt. Es ist somit noch zu früh zu sagen, was die Auswirkungen sind.

Werden Sie auch die Kontoführungsgebühren erhöhen, um den Ertragsrückgang auszugleichen?
Vorstellbar ist das. Retailbanking ist bisher über weite Strecken gefühlt für den Konsumenten gratis gewesen, denn die Bank konnte mit dem Bodensatz des Geldes eine gewisse Zinsmarge erarbeiten. Das ist heute nicht mehr der Fall. Und eine Zahlung ist nicht gratis, die kostet viel Geld. Darum ist es durchaus möglich, dass wir künftig am einen oder anderen Ort gewisse Gebühren erheben werden. Entschieden ist aber noch nichts.

Orientieren Sie sich an den anderen Grossbanken? Die verlangen für ihre Karten etwa Gebühren, während die Postfinance Card gratis ist.
Selbstverständlich schauen wir, was unsere Mitbewerber machen. Für uns ist wichtig, dass wir unseren Kunden günstige und vor allem faire Konditionen bieten. Man kann die Gebühren sicher nicht «à discretion» erhöhen.

Sie bauen mit dem Programm «Victoria 2017-2020» die Bank um. Kommt es mit der neuen Struktur nun zum grossen Stellenabbau?
Wir haben im heutigen Geschäft in drei bis fünf Jahren sicher weniger Leute. Im Kundendienst arbeiten etwa viele Mitarbeitende, die Telefone abnehmen. Wenn uns immer weniger Kunden anrufen, wird es dort auch weniger Leute brauchen. Gleichzeitig braucht es aber neue Leute in den Bereichen, die wir ausbauen: Im Anlagegeschäft oder in den digitalen Projekten. Es ist schwierig vorherzusagen, wie viele Leute wir in Zukunft brauchen werden. Postfinance ist aber keine Firma, die Hire-and-Fire betreibt. Derzeit sind wir defensiv was die Neubesetzungen von Abgängen betrifft. Wir wollen so verhindern, dass es zu Entlassungswellen kommt.

Werden die Kundenberater durch Chatbots ersetzt?
Mit Chats arbeiten wir bereits, beispielsweise im E-Finance. Da arbeitet im Hintergrund aber immer noch ein Call-Center-Agent. Wir haben allerdings ein Pilotprojekt mit einem Chatbot, bei dem der Kunde mit einem Computer spricht. Der kann problemlos bei Fragen und Anliegen wie «Wo ist die nächste Postfinance-Filiale?», «Was ist mein Kontostand?» oder «Ich möchte ein Konto eröffnen» weiterhelfen.

Wann steht die neue Struktur der Postfinance?
Die neue Organisationsstruktur steht fest. Ab dem 1. Juli soll in dieser neuen Struktur gearbeitet werden. Aus dieser neuen Organisation heraus werden die Stossrichtungen – wie vorhin beschrieben in Richtung Anlageschäft und Digitalisierung – über die nächsten Jahre verfolgt. In drei bis fünf Jahren wird das Geschäft hinsichtlich Digitalisierungsmöglichkeiten anders aussehen.

Ein internes Dokument zeigt neue Abteilungen im Organigramm.
Ja, wir schaffen die Bereiche Investment Solutions und Business Development. Der Bereich Risk Legal Compliance war bislang im Corporate Center und wird neu ein eigenständiger Bereich.

Wozu sind diese neuen Bereiche da?
Investments Solutions wird sich darum kümmern, neue Anlagelösungen für den Kunden zu konzipieren und diese zu vermarkten. Im Business Development geht es um Entwicklungsprojekte zur Digitalisierung der Bank. Hier ist auch das Corporate Venturing angesiedelt, in dem wir in Fintechs und andere Startups investieren.

Bislang zeigt das neue Organigramm drei Vakanzen in der Geschäftsleitung: Im neuen Bereich Investment Solutions, Risk, Legal & Compliance und im Bereich Arbeitswelt, der bislang von Valerie Schelker betreut wurde, die nun zur Post wechselt. Haben Sie bereits Nachfolger?
Nein, für alle drei Positionen wird noch ein Nachfolger gesucht. In den nächsten Wochen werden wir Namen nennen können.

Gibt es weitere Veränderungen auf Ebene der Geschäftsleitung?
Patrick Graf vom Corporate Center übernimmt neu den Bereich Corporates, also das Grosskundengeschäft. Der neue Bereich Business Development wird von Beat Jaccottet, der bislang den Bereich Core Banking Transformation betreute, übernommen.

Haben Sie eine Nachfolge für Armin Brun, der das Marketing leitete und zum Mutterkonzern Post wechselte?
Seine Stelle wird nicht eins zu eins ersetzt. Das Marketing wird aufgeteilt auf die Bereiche Retail, Corporates und Investment-Solutions.

Wie stellen Sie sich Ihre digitale Bank in fünf Jahren vor?
Im Prinzip ist das Bankgeschäft heute schon digital, wir haben ja praktisch keine physischen Dienstleistungen. Dennoch stellen wir uns natürlich die Frage, wie die Bank der Zukunft, aussehen wird: Wird eine Bank plötzlich auch Versicherungsprodukte verkaufen? Wird sie zu einem Marktplatz? Solche Entwicklungen sind schwer zu prognostizieren, aber wir versuchen sie zu antizipieren – dies mit dem Projekt «Future Banking». Klar ist: Banken werden sich öffnen. Da sehe ich Chancen für uns.

*Hansruedi Köng führt die Postfinance seit 2012.






























































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Welche Firmen 2017 Stellen streichen, sehen Sie in der Bildergalerie:
Diese Firmen streichen im Jahr 2017 Stellen in der Schweiz:Ringier schliesst Ende 2018 die Zeitungsdruckerei im Luzerner Vorort Adligenswil. Betroffen sind 172 Mitarbeiter.
Der Pharmakonzern Roche will in Kaiseraugst AG 235 Stellen streichen. Teile der Verpackungseinheit sollen an andere Standorte verlegt werden.
Die Freiburger Saint-Paul-Gruppe, die unter anderem die Tageszeitung «La Liberté» verlegt, will in ihren Druckereien 25 bis 30 Stellen streichen.
Meyer Burger baut in Thun ab. 180 Jobs sind gefährdet.
Die Liquidierung der Schweizer Airberlin-Tochter Belair ist beschlossene Sache. Rund 220 Mitarbeiter verlieren ihre Stellen.
Der Pflanzenextrakte-Hersteller Frutarom erwägt, die Produktion am Standort in Wädenswil ZH einzustellen. 59 der 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter droht die Kündigung.
Der Bankensoftware-Hersteller Avaloq plant einen grösseren Stellenabbau. In vier Schweizer Service-Zentren werden bis zu 60 Jobs abgebaut. Am stärksten betroffen sind die Standorte im Tessin.
Die Uhrenfirma Maurice Lacroix enlässt aus wirtschaftlichen Gründen acht Mitarbeitende im Werk in Saignelégier JU.
Die beiden Traditionsmarken Fogal und Lahco of Switzerland stehen vor dem Konkurs. Das Unternehmen, welches hinter den Marken steht, hat beim Bezirksgericht Meilen die Bilanz deponiert. Betroffen sind 35 Mitarbeiter.
Nestlé
Die Ostschweiz am Sonntag erscheint nur noch im Internet. Die Presto Presse-Vertriebs AG wird deshalb zwischen 150 bis 200 Zeitungsverträgern kündigen.
Edwards Lifesciences schliesst ihre Produktion im luzernischen Horw. 250 Vollzeitstellen gehen bis Mitte 2018 in der Luzerner Vorortsgemeinde verloren.
Der grösste Schweizer Küchenbauer Bruno Piatti hat Insolvenz angemeldet. 250 Jobs stehen auf dem Spiel.
Die Glasfabrik AGC VIM hat angekündigt, den Betrieb an ihrem Standort in Moutier einzustellen. Davon betroffen sind rund 102 Mitarbeiter.
Ruag
Drehmaschinenhersteller Tornos hat rund einem Dutzend Angestellten gekündigt. Die Gewerkschaft Unia befürchtet einen weiteren Abbau.
Die Nestlé-Tochter Nestlé Skin Health will die Produktion in ihrer Fabrik im solothurnischen Egerkingen einstellen. Das kann bis zu 190 Jobs kosten.
Evolva zieht die Reissleine und baut gegen 80 Stellen ab. Das soll die Betriebskosten um 30 Prozent reduzieren.
Manor baut am Hauptsitz in Basel bis zu 200 Stellen ab. Damit will das Unternehmen auf Veränderungen am Markt reagieren.
Das Modehaus Globus streicht 30 Arbeitsplätze in den Filialen - Entlassungen soll es nicht geben. Im letzten Mai hatte Globus bereits 80 Stellen in der Zentrale in Spreitenbach abgebaut.
Tamedia legt die Redaktionen von «20 minutes» und «Le Matin» zusammen. Sechs Personen werden entlassen, darunter vier Journalisten.
Die aargauische Firma BL Fenster AG mit Hauptsitz in Veltheim hat ihren Betrieb eingestellt. Über 60 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle.
Der Öl- und Gasförderer Addax Petroleum schliesst seinen Standort in Genf. Über 170 Mitarbeiter müssen um ihre Stelle fürchten.
Die Papierfabrik Utzenstorf schliesst. 200 Angestellte sind betroffen. Ein Sozialplan wird erstellt.
Die Firma Aerni verlagert die Produktion von Kunststofffenstern nach Mazedonien. Rund 20 Angestellte in Arisdorf BL verlieren deshalb ihren Job.
Bombardier baut 650 Arbeitsplätze in der Schweiz ab, meldet Unia. Vor allem in Unia und Villeneuve sollen Jobs gekürzt werden.
GE streicht zusätzliche 99 Stellen bei Alstom in Birr. 2016 war bereits der Abbau von 1300 Jobs angekündigt.
Emmi schliesst seine YoBars in Zürich und Luzern per Ende September 2017. Von dieser Schliessung sind fünf Vollzeit- und zehn Teilzeitmitarbeiter betroffen.
Die SIX Gruppe verlagert 100 Stellen nach Polen. Auf Entlassungen in der Schweiz will die Börsenbetreiberin aber verzichten.
Die Schifffahrtsgesellschaft NLM am Lago Maggiore wird seine 34 Schweizer Angestellten zum 31. Dezember 2017 entlassen.
Das Zürcher Fintech Centralway Numbrs entlässt 40 Mitarbeiter - um ihre Jobs weltweit zu vergeben. Das Unternehmen lässt vor allem Programmierer gehen.
Swisscom-Tochter Localsearch kürzt 40 von rund 850 Arbeitsplätzen. Abgebaut wird vor allem im Stammgeschäft, dafür werden andere Geschäftsbereiche erweitert.
Landis+Gyr baut am Hauptsitz in Zug bis zu 60 Stellen ab. Im Gegenzug werden in Prag und in Nürnberg neue Teams aufgebaut.
Der Baumaschinenhersteller Ammann verlegt 130 Jobs vom Hauptsitz in Langenthal ins Ausland. Den Abbau begründet das Unternehmen mit dem Preisdruck und dem starken Franken.
Der Baukonzern Implenia streicht Jobs in der Region Bern, Basel und Südostschweiz. Die Rede ist von Überkapazitäten im Tiefbau und einem Abbau in zweistelliger Höhe.
Der Pharmakonzern Novartis will in den nächsten anderthalb Jahren am Hauptsitz in Basel rund 500 Stellen streichen. Gleichzeitig werden auch 350 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Beim Bekleidungskonzern Charles Vögele stehen im Zusammenhang mit der Übernahme durch den italienischen Modekonzern OVS weitere rund 160 Entlassungen an.
Die Migros baut in der Zentrale von Globus in Spreitenbach AG rund 80 der 400 Stellen ab. Die Stellen gehen wegen der Reorganisation des Modegeschäfts verloren.
Gemalto, der holländische Besitzer der früheren Trüb AG im Aargau, plant die Auslagerung eines Teils der Produktion ins Ausland. Bis zu 55 Angestellte könnten den Job verlieren.
Die Uhrengruppe MGI mit ihren Aushängeschildern Movado und Ebel streicht Jobs zusammen - schweigt aber über die Grösse.
Das irische Medizinaltechnikunternehmen Medtronic schliesst Ende 2018 seinen Standort in Neuenburg. Betroffen sind 115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Advaltech will Werk in Uetendorf BE schliessen. Der Entscheid trifft 25 Mitarbeitende.
Der US-Laborausrüster Thermo Fisher plant die Verlagerung eines Teils der Fabrik in Ecublens (VD) in die Tschechische Republik und die Streichung von 106 der 165 Stellen.
Die Schweizer Modekette Yendi ist Pleite. Betroffen sind 500 Angestellte.
Der Industriekonzern Dätwyler legt das Management für Distributionsmarken in Manchester zusammen. 90 Arbeitsplätze aus mehreren Ländern werden nach England verlagert. Uster verliert 50 Stellen.
Der Pharmakonzern Elanco baut im Teil «Tiermedizin» 48 der 260 Stellen ab.
Die Bank am Bellevue setzt 23 Personen vor die Tür.
Das Bundesamt für Informatik (BIT) streicht gegen 60 Stellen. Dies weil das Parlament das Budget zusammengestrichen hatte.
Bei der Zeitung «Il Caffè» werden vier Stellen gestrichen.
Bei Walo Bertschinger steht ein Standort in Genf vor dem Aus. Betroffen sind 40 Personen.
Der Verlag Editions Atlas macht gleich ganz dicht. 60 Leute sind ohne Job.
Die Glarner Rüesch Bau AG in Niederurnen ist pleite. 50 Angestellte verlieren ihre Arbeit.
Der Schweizer Klimatechnikhersteller Walter Meier fusioniert mit Tobler Haustechnik. Resultat: Bis zu 120 Jobs fallen weg. Es soll zu keinen Kündigungen kommen.
Die Fraubrunnen AG, eine Berner Traditions-Möbelfabrik mit über 100-jähriger Firmengeschichte, schliesst Ende März ihre Tore. 55 Stellen gehen verloren.
Bei der Credit Suisse geht der Jobabbau 2017 weiter: Gemäss den Präsentationsunterlagen sollen im laufenden Jahr 5500 Stellen verschwinden, wobei es vermutlich vor allem externe Angestellte trifft. 2016 hatte die Bank bereits 7250 Vollzeitstellen gestrichen.
Inapa Schweiz: Um die 50 Jobs sollen nach der Übernahme durch die schwedische Papyrus wegfallen. Die Bestätigung der Zahl durch das Unternehmen steht aus.
Die Swisscom baut mehr Jobs ab: Anstatt wie zuvor angekündigt 700 Stellen, sollen einem Sparprogramm jetzt 1000 Stellen zum Opfer fallen.
Das Westschweizer Wochenmagazin «L'Hebdo» von Ringier Axel Springer Schweiz wird eingestellt. 37 Journalisten verlieren ihren Job. Zum Verlag gehören unter anderem die Handelszeitung, die Bilanz und die Beobachter-Gruppe.
Der Versicherungskonzern Zurich Insurance will die Sparschraube in seinen Schweizer Einheiten stärker anziehen und weitere 123 Stellen streichen.  Dabei wird es zu 71 Entlassungen oder Frühpensionierungen kommen. In Grossbritannien baut Zurich 240 Stellen ab.
Der amerikanische Parfüm- und Kosmetikkonzern Coty plant in Genf den Abbau von bis zu 210 Stellen.
Der Uhrenkonzern Fossil streicht am Europasitz Basel Stellen. Einige der knapp 250 Mitarbeitenden müssen gehen.
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RMS

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