Warren Buffet hat umgedacht
Aktuell jedoch sind die Anleger am Aktienmarkt bereit, die zumindest gefühlt höheren Risiken bei Tech-Konzernen einzugehen - weil sie beim digitalen Wandel der Gesellschaft ganz vorn dabei sein wollen: «Die beherrschenden Schlüsseltrends sind Cloud Computing, künstliche Intelligenz, virtuelle Realität, selbstfahrende Autos und automatisierte Produktion», sagte Fondsmanager Neil Robson von Columbia Threadneedle.
Die Entwicklung ist auch Börsen-Guru Warren Buffett nicht verborgen geblieben: Hatte der eher konservativ agierende Star-Investor einst über Tech-Papiere die Nase gerümpft,
so hat er inzwischen umgedacht. Ende März nahm er Apple ins Depot, zuvor hatte er IBM-Aktien gekauft. Was beim Apple-Engagement auf den ersten Blick verwundert,
ist bei näherer Betrachtung durchaus sinnvoll: Schliesslich ist der Konzern längst kein unberechenbares Sturm-und-Drang-Unternehmen mehr, sondern eine solide Firma mit loyalen Kunden.
Die Wette auf Apple könnte der Investment-Legende auch helfen, den Mythos vom «Orakel von Omaha» am Leben zu erhalten. Denn Buffetts Stern droht im Internet-Zeitalter zu verblassen: Vor einigen Tagen war Facebook an der Börse für kurze Zeit mehr wert als Buffetts eigene legendäre Anlagegesellschaft Berkshire Hathaway.