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Nestlé-Chef Philipp Navratil greift durch – und kennt keine Tabus

Shitstorm, Aktieneinbruch, fehlende Agilität: Philipp Navratil hat viele Baustellen. Er geht diese mit Dampf an – und überrascht positiv.

Stefan Barmettler HZ

Navratil
Philipp Navratil wollte schon immer anpacken – dasselbe verlangt er nun als Nestlé-Chef von seinen Angestellten. PD (Pressedienst)
Am St. Galler Management-Symposium im Jahr 1998 war mal wieder viel Prominenz an der Hochschule versammelt. Der damalige Nestlé-Präsident Helmut Maucher war da, Hans Tietmeyer, der Präsident der Deutschen Bundesbank, Daniel Vasella, Novartis-Chef, Aussenminister Joschka Fischer, und aus Bern kam Bundespräsident Flavio Cotti angereist.
Das Symposium schloss mit der Rede eines Studenten, gewandet mit Krawatte und einem etwas weit geschnittenen Anzug. In seinem Schlusswort brach der junge Redner eine Lanze für seine Generation; diese sei keineswegs bequem, versicherte er. «Nein, wir wollen anpacken und mit unserer Leistung den Erfolg neu definieren.» Der Student, der vor Tatendrang brannte, hiess Philipp Navratil, damals 22-jährig, Betriebswirt im vierten Semester, Präsident des studentischen Symposiumkomitees.
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