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Wie US-Geheimdienste den internationalen Geldfluss überwachen.
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Schweizer Banken tätigen ihre Auslandtransaktionen über die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (Swift). Jährlich werden in der Schweiz 20 Millionen Swift-Transaktionen abgewickelt, vor allem im Wertschriftenhandel, im Devisengeschäft, in der Handelsfinanzierung und zum geringen Teil im Zahlungsverkehr. Die US-Behörden durchforsten dank Abkommen mit der EU diese Daten, um Terrorgelder aufzuspüren.
Remotegate. Den innerschweizerischen Zahlungsverkehr wickeln die meisten Banken über das Netz der Swiss Interbank Clearing (SIC) ab. Kleine und mittlere Banken nutzen dabei aber das sogenannte Remotegate, weil ihnen der SIC-Anschluss zu teuer ist. Sie können auch ihre innerschweizerischen Überweisungen über Swift abwickeln. So landen auch diese Daten wieder auf niederländischen Servern, die von US-Geheimdiensten überwacht werden. Mehr als 100 Institute nutzten Remotegate. Die Kunden wissen in der Regel nicht, ob sie von der Datenweitergabe an die USA betroffen sind. Bis anhin ist jedoch kein Fall bekannt, bei dem Swift-Informationen von Geheimdiensten an Steuerbehörden weitergegeben worden wären.
Schweizer Bunker. Swift baut in Diessenhofen im Thurgau ein sicheres Rechenzentrum, das unabhängig vom Zugriff ausländischer Behörden operieren kann. Es soll täglich 16 Millionen Nachrichten übers Netz senden, die Zahlungstransaktionen von 6000 Milliarden Dollar auslösen. Bombensicher, so der Plan.
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