Nokia hat im ersten Quartal 231 Millionen Euro verdient - knapp ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 9,2 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte.

Doch zeigte die Quartalsbilanz auch die Schwächen der Finnen: Während der Mobilfunkmarkt rasant wächst, verkaufte Nokia mit 108,5 Millionen Handys gerade einmal ein Prozent mehr als vor einem Jahr - und zwölf Prozent weniger als im Schlussquartal 2010. Bei den Smartphones kam Nokia auf 24,2 Millionen Geräte, ein Plus von 13 Prozent im Jahresvergleich.

Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Nokia-Handys war zwar etwas höher als vor einem Jahr: 65 statt 62 Euro. Im Quartal davor hatte der Konzern aber mehr teurere Telefone absetzen können und war noch auf 69 Euro pro Handy gekommen. Und hier wird der Kontrast zu Apple deutlich. Der US-Rivale setzte in den drei Monaten 18,7 Millionen seiner iPhones ab - und die bringen pro Gerät nach früheren Angaben um die 600 Dollar in die Kasse.

Smartphone-Allianz besiegelt

Nokia ist zwar nach wie vor der grösste Handy-Produzent der Welt, steht aber gerade im lukrativen Smartphone-Markt unter Druck. Vor allem das Google-Betriebssystem Android, auf das mehrere Hersteller zurückgreifen, breitet sich bei den Computer-Telefonen schnell aus.

Darum kooperiert Nokia jetzt mit Microsoft. Die beiden Konzerne besiegelten am Donnerstag ihre Smartphone-Allianz. Nach monatelangen Verhandlungen sei die Vereinbarung nun unterzeichnet worden, teilten die Unternehmen am Nachmittag mit. Nokia hatte bereits im Februar angekündigt, auf Microsofts Windows Phone als zentrales Smartphone-Betriebssystem zu wechseln. Microsoft versüsste den Finnen die Entscheidung mit Milliarden-Leistungen.

Erste Windows-Geräte von Nokia werden aber frühestens zum Jahresende erwartet. Für die Übergangsphase rechnen auch die Finnen selbst mit einer Durchstrecke. Zur Bekanntgabe des endgültigen Deals hiess es nun, man habe bei der Entwicklung erhebliche Fortschritte gemacht.

(tno/cms/awp)

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