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MBT Schuhe: Das Ende der Legende

Wo Berkshire draufsteht, steckt nicht überall Warren Buffetts Berkshire drin.

Anlageguru Warren Buffett war nie am konkursiten Schuhhersteller beteiligt.

Von Hansjörg Ryser
04.09.2012

Mit dem Konkurs des Ostschweizer Schuhherstellers MBT endet auch das Engagement von Berkshire Partners. Vor wenigen Wochen hat der Unternehmer und Vertriebspartner Andy Chaw einen Teil der Aktiven aus der Konkursmasse erworben, um Produktion und Vertrieb des Schuhs mit der runden Sohle weiterführen zu können. Die konkursiten Masai Group und Masai Marketing & Trading werden jedoch liquidiert. Ein Weiterführen war obsolet.

Laut Andy Stadler, Geschäftsführer der neuen Swiss Masai Vertrieb AG, ist Berkshire Partners nicht mehr beteiligt. Die ­Private-Equity-Investoren aus New York ­waren 2007 mit einem Anteil von 20 Prozent eingestiegen. Verschiedenste Schweizer Medien vermeldeten begeistert, der ­legendäre Investor Warren Buffett sei nun Miteigentümer. Dessen Finanzgruppe heisst zwar ebenfalls Berkshire, hat aber mit Berkshire Partners nichts gemeinsam. Schon gar nicht mit dem Anlagestil.

Mit zu hohen Erwartungen forcierten die neuen Geldgeber aus den USA das Wachstum. Die vollständige Übernahme letzten Herbst brachte keine Wende zum Besseren. Nach zahlreichen Personalrochaden und Strategiewechseln erlitt das von Karl Müller ­gegründete und inzwischen mit einer ­neuen Schuhmarke selbst konkurrenzierte Unternehmen Schiffbruch. RY

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