Doch für die Gäste seiner Hoteliers will er nun genau solche Unterschiede
listig tarnen und verwischen.

Hews Plan: Seine Gastrosuisse, ein Dachverband von 20 000 Gastwirten und Hotelbetrieben, führt ein System für die Klassifizierung von Hotels ein. Die Qualitätsunterschiede seiner Hotels werden sich, man ahnt es, in einer unterschiedlichen Anzahl Sterne zeigen.

Dagegen wäre eigentlich wenig einzuwenden, gäbe es ein solches System nicht schon seit Ewigkeiten. Bisher hat der Konkurrenzverband Hotelleriesuisse die Schweizer Hotels exklusiv mit Sternen geschmückt. Und dafür Kriterien definiert.

Der Plan aus Hews Hotelküche ist darum schwer verdauliche Kost – ein Krieg der Sterne ist programmiert, und das Nachsehen hat der Konsument. Dieser wird sich nämlich fragen müssen, ob sein ausgesuchtes Dreisternehotel nach Gastrosuisse-Kriterien drei Sterne hat oder nach Hotelleriesuisse-Kriterien.

Solch Allotria ist nun tatsächlich von gestern, weil die Schweizer Hoteliers in harter Konkurrenz mit ausländischen Kollegen stehen. Statt sich gegenseitig die Suppe zu versalzen, täten die Schweizer Profi-Gastgeber gut daran, gemeinsam zu werben, gemeinsam aufzutreten, gemeinsam besser zu werden.

Florian Hew kriegt für sein Vorprellen von der BILANZ keinen Stern. PAS

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