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EU-Initiative «Kauf europäisch»

Die Schweiz droht im Billionengeschäft auf der Strecke zu bleiben

Die Brüssel plant, bei öffentlichen Aufträgen EU-Firmen zu bevorzugen. Schweizer Exporteure könnte ausgeschlossen werden. Es geht um viel.

Andreas Valda

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Drittstaaten liefern für rund 50 Milliarden Euro Waren und Dienstleistungen im Rahmen von öffentlichen Aufträgen. Der Schweizer Anteil: 20 Prozent. ©RMS VISUALS / JULIE BODY
Auf Kleidern steht manchmal «made in Europe». Was das heisst, ist nirgends genau definiert. «Made in EU» wäre klarer, doch diese enge Definition könnte EU-Partner verprellen und Lieferketten verkomplizieren. Was für den Konsum gilt, gilt auch für Industriegüter und öffentliche Beschaffungsmärkte. Hier schickt sich die EU-Kommission in Brüssel gerade an, zu klären, was «Buy European» («Kaufe europäisch») bedeutet: Sie versteht darunter eine gesetzliche Bevorzugung von Anbietern, die Produkte und Dienstleistungen überwiegend in EU-Ländern erschaffen. Ob die Schweiz dazugehört, ist alles andere als klar.
Im staatlichen Beschaffungsmarkt, einem Billionengeschäft, werden die Weichen gestellt. Dabei könnte der Drittstaat Schweiz auf der Strecke bleiben – bilaterale Verträge hin oder her.
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