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Kaderschmiede: Brillantschliff

Auf jährlich 30 Ausbildungsplätze melden sich über 3000 Interessenten.

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Im Rahmen des Global Leadership Fellows Program schreibt das World Economic Forum (WEF) alljährlich 25 bis 30 Weiterbildungsplätze aus. Die Anforderungen sind hoch: Die Teilnehmer müssen einen Master, einen MBA oder einen PhD vorweisen, über mehrjährige Praxis verfügen und zwischen 26 und 36 Jahre alt sein. «Bei diesem Programm geht es nicht um Weiterbildung in Mathematik, Ökonomie oder Marketing, sondern nur um eines: Leadership», erklärt Gilbert Probst, in Teilzeit als Managing Director beim WEF tätig und dort zuständig für Ausbildung und die akademische Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten.

Während dreier Jahre arbeiten drei Jahrgänge, insgesamt gegen 90 Personen aus über 25 Ländern, am WEF-Hauptsitz. Neben diesem Job, der etwa 80 Prozent ihrer Zeit beansprucht, absolvieren sie ein anspruchsvolles Leadership-Training. Jedes Jahr kehren sie fünfmal für eine Woche dem Bürobetrieb am Genfersee den Rücken. An renommierten Bildungsanstalten wie der Columbia University in New York erhalten sie den endgültigen Brillantschliff. Die Ausgaben für Schulung, Kost und Logis übernehmen die akademischen Partner des WEF.

Die Entlöhnung ist wenig berauschend. Im ersten Jahr bezahlt das WEF 85 000 Franken, danach wird das Salär pro Jahr um 10 000 Franken erhöht. Der um etwa 30 Prozent unter dem Marktniveau liegende Lohn schreckt die Bildungswilligen nicht. Auf die 2010 erfolgte Ausschreibung von 25 Plätzen haben sich mehr als 3000 Interessenten beworben. «Das WEF ist ein starker Brand und hat auch eine starke Mission. Zudem geniesst diese Ausbildung einen erstklassigen Ruf», sagt Probst. Nach drei Jahren harter Arbeit winkt den Absolventen der Titel eines Master of Advanced Studies.

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