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Gründungsindex: Kräftiger Westwind

Obwalden bleibt bei den Firmengründungen das Mass aller Dinge. Doch zwei Westschweizer Kantone geben kräftig Gas.

Harald Fritschi

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Es sind nur wenige Kilometer, die Sarnen, den Hauptort von Obwalden, und Stans, den Nidwaldner Regierungssitz, trennen – und damit auch Glück von Unglück. Denn schaut der Nidwaldner Landammann Hugo Kayser Richtung Sarnen, so muss er vor Neid erblassen. Seit Jahren hat sein Obwaldner Gegenpart, Niklaus Bleiker, beim BILANZ-Teledata-Gründungsindex die Nase vorne.

Im zweiten Quartal wurden wie in den beiden Vorquartalen über 10 000 neue Firmen ins Handelsregister eingetragen. Mit 10 025 Eintragungen ist die Zahl gegenüber dem Vorquartal etwas geschrumpft, im Vergleich zum Vorjahresquartal beträgt das Plus jedoch 7,6 Prozent.

In der Rangfolge der Kantone sind markante Veränderungen zu verzeichnen. Der Kanton Schwyz wurde von zwei Westschweizer Kantonen aus den vorderen Rängen verdrängt und landete hinter Genf und dem Wallis auf dem fünften Platz. Auf Rang zwei vorstos­sen konnte neu Appenzell Aus­serrhoden. Nur 6 der 26 Kantone lagen gegenüber dem gewichteten Schweizer Mittel in allen drei Monaten im Plus, 7 dagegen im Minus.

Verlierer im Kantons-Ranking war einmal mehr Glarus, das übers Quartal nur vor Nidwalden, Bern, dem Thurgau und Graubünden liegt. Damit zeigen die Verlierer mehr Stabilität als die Sieger: Bern, Glarus und Graubünden rangieren konstant unter den letzten fünf.

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Im Städte-Ranking liegt Zürich mit 659 Neugründungen unangefochten an der Spitze, vor Genf (497) und Zug (288). Neu ist Winterthur (113) vor Baar (104) unter die ersten zehn aufgerückt. In der Rangliste der Branchen behaupten sich die Unternehmensberatungen mit 530 Neugründungen vor den Restaurants und Cafés (351) und dem Handel mit Grundstücken (321), wobei letztgenannte Branche die Investmentgesellschaften (284) auf den vierten Rang verdrängte. 

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