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Goldene Fallschirme: Und sie kassieren weiter

Wer als CEO entlassen wird, darf sich weiterhin freuen. Die Abgangsentschädigungen fallen unvermindert hoch aus.

Von red
11.04.2006

Umgerechnet 45 Millionen Franken erhielt Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser zum Abschied – vor sechs Jahren. Wer nun glaubte, solche goldenen Fallschirme wären heute passé, sieht sich getäuscht. Kürzlich kassierte Jérôme Caille, Ex-Chef des schweizerisch-amerikanischen Arbeitvermittlers Adecco, zum Abschied rund elf Millionen Franken. Dass seine Leistung umstritten war, spielte offenbar keine Rolle. Caille ziert damit Rang drei im BILANZ-Ranking und braucht sich im europäischen Vergleich nicht zu verstecken. Werner Seifert, der abgetretene Chef der Deutschen Börse, heimste – inklusive Boni und Rentenansprüchen – geschätzte 15 Millionen Franken ein.

Für Dominique Biedermann, Leiter der Anlagestiftung Ethos und eidgenössischer Wächter guter Unternehmensführung, steht die Abfindung von Novartis-Chef Daniel Vasella von bis zu fünf Jahressalären «in völligem Widerspruch» zu einer zeitgemässen Regelung.

Die Manager sorgen auch anderweitig vor. Der New Yorker Börsenchef Richard Grasso zog mit einem Pensionskassenguthaben von 140 Millionen Dollar von dannen, bei den ABB-Chefs Percy Barnevik und Göran Lindahl lagen 150 beziehungsweise 85 Millionen Franken für den Lebensabend bereit. Sie gaben aber je die Hälfte davon zurück. LH

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