Mit gemächlichem Tempo lenkt Paolo Barilla seinen dunkelgrauen Porsche Panamera vom für die Chefetage reservierten Parkplatz vor dem Firmensitz in Parma. Er lässt das Fenster herunter und winkt nochmals zum Abschied. Barilla, der mit seinen Brüdern Guido und Luca die Geschicke des weltgrössten Pastaherstellers bestimmt, hat sich davor für den Besuch aus der Schweiz viel Zeit genommen. Der frühere Profi-Rennfahrer geht es am Steuer inzwischen gelassen an. «Ich mag es komfortabel, und ich fahre nicht schnell», sagt der 64-Jährige. Schliesslich verändern sich das Geschäft und das Konsumverhalten rasant genug.
Immer weniger Zeit zum Kochen, boomende Heimlieferservices, das Image von Kohlenhydraten als Dickmachern, und jüngst hat Donald Trump auch noch horrende Strafzölle für Pasta aus Italien angekündigt: All das beeinflusst die Aktivitäten des italienischen Konzerns, der seinen Umsatz 2024 dennoch auf fast 4,9 Milliarden Euro steigern konnte.