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Der Spross von LVMH-Lenker Bernard Arnault ist neuer CEO von TAG Heuer. Das ist kein Geschenk, sondern eine Belohnung – eine vielversprechende.
Grosser Auftritt: Frédéric Arnault präsentiert am 12. März in New York sein «Baby»: die dritte Generation der TAG Heuer Connected.
Getty ImagesEin persönliches Treffen ist wegen Corona nicht möglich. Aber es gibt ja YouTube: Dort finden sich ein paar Videos mit Frédéric Arnault, nicht mit ihm als Geschäftsmann zwar, aber mit ihm als Pianisten. Im einen betritt er ruhigen Schrittes eine kleine Bühne, setzt sich an den Flügel, legt die Hände in den Schoss, sammelt sich. Dann fängt er an zu spielen. Die Sonate in h-Moll von Franz Liszt – konzentriert, präsent, souverän. In einem anderen konzertiert er zusammen mit seiner Mutter, der Konzertpianistin Hélène Mercier. Sie spielen die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Liszt, vierhändig, und sorgen für Gänsehaut.
Angesprochen auf die Auftritte, reagiert Frédéric Arnault, jetzt anwesend per «Teams», erfreut. «Ich habe mit fünf Jahren angefangen, Klavier zu spielen», erzählt er, «heute ist es eine grosse Passion, und ich liebe es, Konzerte zu geben.» Und nein, Profimusiker zu werden, sei für ihn nie eine Option gewesen, «das ist extrem fordernd».
Dass einer wie er sich von «extrem fordernd» abschrecken lässt, ist reine Koketterie. Ein Blick in sein CV jedenfalls lässt vermuten, dass ihm in den vergangenen Jahren nichts zu viel war, um sich für eine Businesskarriere bei LVMH, dem Imperium seines Vaters Bernard Arnault, zu empfehlen: Computermathematik-Studium an der renommierten École Polytechnique in Paris, Praktikum bei McKinsey in San Francisco und ein weiteres in der Forschungsabteilung «Künstliche Intelligenz» bei Facebook in New York.
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