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Analyse des Geldgrabens

Die Geldsummen im Frauenfussball sind aus Männersicht ein Klacks

Der Frauenfussball boomt. Doch der finanzielle Rückstand zu den Männern ist immer noch enorm. Andere Sportarten sind viel ausgeglichener.

ropTina Fischer

Montage: Granit Xhaka und Lia Wälti

Nati-Captain Lia Wälti kann knapp vom Fussball leben. Ihre männlichen Kollegen (im Bild Nati-Captain Granit Xhaka) schwimmen im Geld.

Montage / Toto Marti, Keystone / Michael Buholzer

Die in der Schweiz stattfindende Fussball-EM der Frauen wird ein Turnier der Superlative: Schon im Mai waren fast so viele Tickets verkauft wie während der Endrunde in England vor drei Jahren. Die Uefa rechnet weltweit mit über 500 Millionen TV-Zuschauerinnen und -Zuschauern, ein Drittel mehr als bei der EM 2022.

Klingende globale Namen von Amazon bis Playstation zieren die Sponsorenliste. Das Preisgeld wurde fast verdreifacht, von 16 Millionen auf 41 Millionen Euro, und das bei gleichbleibender Teilnehmerzahl.

Noch vor wenigen Jahren bei der Endrunde in Schweden 2013 spielten die besten Fussballerinnen des Kontinents um einen Mini-Prämientopf von 2,2 Millionen. Auch sonst ist deutlich mehr Geld im Spiel: Bei der Frauen-EM 2017 in den Niederlanden nahm die Uefa 13 Millionen Euro ein, in England 2022 über 60 Millionen. Heuer wird es noch mehr sein. Allein die Einnahmen aus den Übertragungsrechten belaufen sich auf 85 Millionen Euro, das ist mehr als doppelt so viel wie bei der Rekord-EM vor drei Jahren.

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Peter Rohner
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Tina Fischer
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