Guten Tag,
Die Banken haben ihre Stellung in der Krise stärken können – und nutzen ihre Chancen. Neu sind die Versicherer die Buhmänner.
Krise als Chance: Die Banken sind in der Corona-Krise nicht Teil des Problems – sondern Teil der Lösung.
Benjamin Güdel für BILANZHansjörg Beck, Betreiber des Ciné-Theaters in Gstaad, hatte das Geld am nächsten Tag auf dem Konto. Ein Formular, in zehn Minuten ausgefüllt und an seine Lokalbank geschickt – und die Gelder waren freigegeben: «Eine rundum positive Erfahrung», so der Kinounternehmer. Für ihn eine grosse Erleichterung, denn die Kinos gehörten zu den ersten Unternehmen, die im Rahmen des Lockdowns schliessen mussten, und zu den letzten, die wieder aufmachen dürfen: «Für mich gibt der Kredit Sicherheit, nicht in einen Liquiditätsengpass zu geraten.»
Als Bundesrat Ueli Maurer am 25. März das Notkredit-Programm für KMUs bekannt gab, hatte er genau dies vorgesehen: In einer halben Stunde habe man sein Geld, verkündete er. Es waren sportliche Vorgaben an die über 300 Schweizer Banken, die er praktisch über Nacht in das Programm eingebunden hatte. Doch die Banken setzten diese um: Tausende Anträge prasselten in den ersten Tagen auf die Kreditabteilungen ein, und die Banken zeigten Flexibilität.
Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) etwa zog Leute aus unterschiedlichsten Geschäftseinheiten ab – unter ihnen auch Mitarbeitende der im Rahmen des Lockdowns geschlossenen Kundenhallen – und setzte sie ans KMU-Pult, um Kreditanträge zu bearbeiten.
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