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Der Widerstand gegen das Steuerabkommen mit den Deutschen wächst. Die Gegner stellen Killer-Forderungen.
Leo Müller
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Norbert Walter-Borjans ist kein Krawall-Sozi wie Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der rhetorisch die Kavallerie gegen den Schweizer Finanzplatz bemühte. Aber in der Sache ist er unerbittlich. «Das Abkommen ist in seiner jetzigen Form im Bundesrat nicht zustimmungsfähig», erklärt er. Er hat in der Länderkammer die Nein-Sager-Front formiert, neuerdings steht auch das rot-grün regierte Baden-Württemberg auf seiner Seite. Walter-Borjans gibt fünf Forderungen für Nachverhandlungen vor:
Für die Schweizer Vertragspartner sind dies Killer-Forderungen. Ein Topmanager einer betroffenen Privatbank meinte zunächst, er werde mit einem Witz konfrontiert: «Was soll ein Abkommen, wenn weiterhin der Datenklau gefördert wird?»
Bei der Bankiersvereinigung heisst es erst einmal abwarten: «Jetzt liegt es an Wolfgang Schäuble, die Sache in Ordnung zu bringen», sagt ein Insider aus der Lobbyistenorganisation. Walter-Borjans nutzt die Wartezeit – er sammelt fleissig weitere Kundendaten.
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