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Credit-Suisse-Chef Thomas Gottstein und sein Machtnetz

Thomas Gottstein – seine Freunde, seine Widersacher

Mit Thomas Gottstein wird ein in der Schweiz verwurzelter Banker neuer Chef der Credit Suisse. Wer seine Freunde und wer seine Gegenspieler sind.

Erik Nolmans

Thomas Gottstein, neuer CEO der Credit Suisse.

Befreiungsschlag der Credit Suisse: Thomas Gottstein wird ihr neuer CEO.

KEYSTONE/Ennio Leanza

Es war das Ende einer langen Affäre, welche die Credit Suisse bis ins Mark erschütterte: Der Beschattungsskandal um das ehemalige Konzernleitungsmitglied Iqbal Khan kostete CEO Tidjane Thiam zuletzt doch den Kopf – auch wenn er stets beteuerte, von der Sache nichts gewusst zu haben. Mit der Berufung von Thomas Gottstein gelang dem Verwaltungsrat unter Präsident Urs Rohner der schon längst geforderte Befreiungsschlag.

Die Wahl des Schweizers zum Chef der zweitgrössten Bank des Landes kam intern wie extern gut an. Gottstein, seit rund zwanzig Jahren bei der Credit Suisse, kennt die Bank bis ins Detail und hat mit dem erfolgreichen Ausbau der Schweizer Einheit nach 2015 einen guten Job gemacht.

Der 55-Jährige gilt als nüchterner und unprätentiöser Typ – von ihm wird nun auch erhofft, Ruhe in die Bank zu bringen. Grosse Erfahrung in strategischen Fragen hat er nicht, doch die Grossbank ist nach dem Umbau durch Thiam in den groben Zügen bereits neu aufgestellt und soll nun vor allem auf bestehender Basis wachsen.

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Erik Nolmans
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