Belenos, benannt nach dem keltischen Sonnengott Belenus, ist ein Vermächtnis des kürzlich verstorbenen Swatch-Group-Patrons ­Nicolas Hayek. Dieser hatte mit seiner Hayek Engineering in den achtziger Jahren verschiedene ­Automobilunternehmen beraten und die Entwicklung des Smart ­angestossen. Der dafür vorgesehene alternative Antrieb wurde aber nie verwirklicht. Die Ende 2007 gegründete Belenos soll die Idee weiterführen und alternative Energiekonzepte entwickeln.

Anders als beim Swatch-Mobil will man diesmal kein ganzes Auto mehr bauen, sondern nur Schlüsselkomponenten. Von den ursprünglich mindestens drei geplanten Joint Ventures wurde allerdings nur eines verwirklicht: Mit den fusionierten Freiburger und Neuenburger ­Elektrizitätswerken, der Groupe E, hat Belenos die Swiss Hydrogen Power aufgegleist. Sie forscht an der Brennstoffzelle als Automotor ­sowie an kleinen Kraftwerken, die den dafür nötigen Wasserstoff in der Schweiz herstellen sollen.

Weitere Forschungsgebiete der Belenos sind die Entwicklung leistungsfähigerer und leichterer Elektrobatterien mit kürzerer Ladezeit, die Schaffung effizienterer Solarzellen sowie die Frage, wie man ganze Industrieanlagen mit alternativen Energiekonzepten aufbaut – ein Thema, mit dem sich auch die familieneigene Unternehmensberatung Hayek Engineering beschäftigt. An den Projekten sind Entwickler der Swatch Group beteiligt (etwa vom Batteriehersteller Renata), die wissenschaftliche Unterstützung kommt von der ETH Zürich und dem Paul Scherrer Institut (PSI).

Die Familie Hayek hält an Belenos die Mehrheit, weitere wichtige Aktionäre sind die Groupe E, die Deutsche Bank und die Ammann Group des neuen Bundesrates ­Johann Schneider-Ammann. Im VR der Belenos sitzen neben Nick ­Hayek dessen Schwester Nayla, der Astronaut Claude Nicollier, ETH-Präsident Ralph Eichler, Philippe Viridis von der Groupe E, Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann und der Schauspieler George Clooney.

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