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Apple wegen «iCloud» verklagt

Apple-Chef Steve Jobs vor dem «iCloud»-Logo (Bild: Keystone)

Der Online-Datenspeicher-Dienst «iCloud» ist zurzeit das grosse Projekt von Apple. Doch nun meldet eine US-Firma Anspruch auf die Namensrechte an - und hat Klage eingereicht.

Veröffentlicht 11.06.2011

Apple steht ein Rechtsstreit um die Namensrechte für den neuen Online-Datenspeicher-Service «iCloud» an. Die US-Firma iCloud Communications macht ältere Ansprüche geltend und hat Klage vor dem Bezirksgericht von Arizona eingereicht. Apple äusserte sich zunächst nicht dazu.

iCloud Communications nutze den Namen seit der Gründung im Jahr 2005, heisst es in der am Donnerstag eingereichten und am Freitag veröffentlichten Klageschrift. Nach dem grossen Rummel um den neuen Dienst des iPad- und iPhone-Herstellers würde jedoch alle Welt bei «iCloud» zuerst an Apple denken, moniert der Kläger.

Darunter leide das eigene Produkt, das zu dem von Apple identisch oder zumindest sehr ähnlich sei. iCloud Communications verlangt nun von Apple eine Entschädigung in ungenannter Höhe.

Um die eigene Forderung zu unterstreichen, zählt das Unternehmen aus Arizona in der Klageschrift eine ganze Reihe von Fällen auf, bei denen Apple die Namensrechte anderer missachtet habe: beim iPhone-Handy, beim iPad-Tablet und selbst beim Konzernnamen Apple, um den es lange einen Streit mit der Beatles-Plattenfirma Apple Corp. gegeben hatte.

Apple-Chef Steve Jobs hatte «iCloud» erst am Montag in San Fransisco vorgestellt. Die Zeit sei vorbei, in der der Personal Computer im Mittelpunkt gestanden habe, sagte Jobs. «Manche Leute glauben, dass die Cloud (Wolke) nur eine Festplatte in den Wolken ist. Wir denken, dass es viel mehr ist.»

(tno/sda)

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