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Am WEF ist Donald Trump allgegenwärtig

Er ist der heimliche Star am WEF: Auf dem Weltwirtschaftsforum ist Donald Trump Gesprächsthema Nummer eins - obwohl er gar nicht vor Ort ist. Manche sorgen sich, andere üben sich in Zynismus.

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WEF 2017: Donald Trump ist das Gesprächsthema. Keystone RMS

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Am Freitag wird Donald Trump als US-Präsident vereidigt. Der Immobilienmagnat ist in Davos das Gesprächsthema auf dem Weltwirtschaftsforum. Manche sorgen sich, andere üben sich in Zynismus.

Christine Lagarde hat die Lacher auf ihrer Seite. Sie sitzt auf der Bühne des Weltwirtschaftsforums in Davos, wo eine hochkarätige Runde von Politikern, Ökonomen und Finanzmanagern über die anstehende Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident diskutiert. Sie wolle keine Vorhersagen treffen über Trumps künftige Politik, sagt die Chefin des Internationalen Währungsfonds. Und ergänzt dann: «Wir wissen nicht wirklich, wie der Plan aussieht - wenn es so etwas wie einen Plan gibt.»

Der locker daher gesagte Spruch bringt die Stimmung beim Treffen der Wirtschaftselite und Spitzenpolitiker auf den Punkt. Es herrscht Unsicherheit. Wie soll man seine Geschäfte planen, wenn ein kommender US-Präsident mit ein paar harschen Worten ganze Branchen ins Schlingern bringt - wie bei seiner Kritik an Medikamentenpreisen. Dies hatte an der Börse für einen Kursknick bei den Aktien von Pharma- und Biotechkonzernen gesorgt; Milliarden an Wert wurden binnen Minuten vernichtet.

Oder bei seiner Kritik am Bau von Autofabriken im Nachbarland Mexiko - hier war auch der deutsche Premiumhersteller BMW in die Schusslinie geraten. Hinter vorgehaltener Hand erzählen US-Topmanager von ihrer Angst vor höheren Einfuhrzöllen. «Wir müssten unsere Preise mindestens verdoppeln», warnt ein Unternehmensboss.





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Verkehrte Welt

Populismus sei derzeit das grösste Problem für die Welt und die Wirtschaft, sagt der milliardenschwere US-Hedgefonds-Manager Ray Dalio. Denn: «Populismus bedeutet per Definition Nationalismus und Protektionismus.» Für die Topmanager in Davos, die ihre Vermögen dank des weltweiten Wirtschaftens gemacht haben, sind das denkbar schlechte Nachrichten.

«Es ist schon eine verkehrte Welt: Die Nation, die für Freihandel steht, tritt auf die Bremse. Und Chinas Präsident hält eine Feuerrede für die globale Wirtschaft, für das System, das uns allen Wohlstand gebracht hat», sagt Frank Riemensperger, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Accenture und ein regelmässiger Gast in Davos.

Der chinesische Staats- und Regierungschef Xi Jinping hatte das Weltwirtschaftsforum mit einem Plädoyer für den weltweiten Freihandel eröffnet. Er setzte dabei bewusst einen Kontrapunkt zu Trump, der angekündigt hatte, gleich nach seiner Amtsübernahme internationale Freihandelsabkommen zu kündigen.



Trumps Fürsprecher in der Minderheit

Wem die Sympathien der versammelten Wirtschaftselite gehören, wird besonders beim Auftritt des scheidenden US-Vizepräsidenten Joe Biden deutlich. Er bekommt stehende Ovationen, als er die Bühne betritt. Und als er in seiner Rede die Amtsübergabe an Trump erwähnt, schallt aus dem Publikum unüberhörbar ein Buhruf.

Die Kritik zieht sich durch viele Veranstaltungen in Davos, die Fürsprecher scheinen in der Minderheit. Als der ehemalige republikanische Spitzenpolitiker und jetzige Investmentbanker Eric Cantor auf dem Podium sagt: «Wir haben in den vergangenen acht Jahren unter Präsident Obama wirtschaftlich gelitten», macht sich deutlich hörbar Widerspruch im Publikum breit.

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Unternehmen wurden «erpresst»

Einen der schärfsten Angriffe muss sich der künftige US-Präsident vom Starökonomen Larry Summers in einer Diskussion über das Schrumpfen der Mittelschicht gefallen lassen. Der gewählte Präsident habe einige Telefonanrufe getätigt und Unternehmen «erpresst», ein paar Hundert Jobs in US-Fabriken zu behalten. Gleichzeitig sei der mexikanische Peso um 15 Prozent zum Dollar gefallen. «Das ist ein Dolch im Rücken von Ohio», sagt Summers mit Blick auf den US-Bundesstaat, in dem viele Autowerke stehen. Die Industrie büsse wegen des starken Dollars an Wettbewerbsfähigkeit ein, so Summers Argumentation. «Da geht es um Tausende, Zehntausende oder Hunderttausende Jobs.»

Die nächsten 90 Tage würden zeigen, wohin die neue US-Regierung unter Trump steuert, meint Hedgefonds-Manager Dalio. «Ich denke, Donald Trump ist aggressiv. Aber ist er aggressiv und wohlüberlegt oder ist er aggressiv und leichtsinnig? Wir werden es herausfinden.» Am Freitag ist Amtseinführung.

(sda/ccr)
Sehen Sie in der Bildergalerie unten, wer zu Donald Trumps Regierungsmannschaft gehört:
Das ist die Regierungs- und Beratungsmannschaft von US-Präsident Donald Trump:Mike Pence - VizepräsidentDer zweite Mann im Land: Er ist Donald Trumps Vizepräsident. Der Erzkonservative aus dem dem Staat Indiana ist ein Fan der Tea-Party, hat was gegen Homosexuelle und ist gegen Abtreibungen.
Rex Tillerson - AussenministerExxon-Mobil-Chef Rex Tillerson ist US-Aussenminister. Der Topmanager hat eine gute Beziehung zu Russlands Präsident Wladimir Putin.
Steven Mnuchin - FinanzministerDer Wall-Street-Banker Steven Mnuchin war Säckelmeister der Trump-Kampagne und übernimmt nun den Finanzministerjob. In Hollywood kennt man ihn als Financier diverser Filme. Er arbeitete jahrelang für Goldman Sachs.
James N. Mattis - VerteidigungsministerDer 66 Jahre alte Ex-General James «Mad Dog» Mattis übernimmt das Verteidigungsministerium. Mattis hat mehr als 40 Jahre Militärdienst hinter sich und war vor weniger als vier Jahren in den Ruhestand gegangen. Deswegen musste der Kongress seiner Nominierung zustimmen. Mattis gilt als einer der profiliertesten strategischen Denker im US-Militär und politisch als Falke.
Jeff Sessions - JustizministerJeff Sessions ist ein weiterer Erzkonservativer aus dem Südstaat Alabama. Er verfolgte gegen Obama einen rigiden Oppositionskurs.
Ryan Zinke - InnenministerDer ehemalige Marine-Kommandant Ryan Zinke besetzt den Posten des Innenministers. Der 55-jährige Republikaner sitzt derzeit für den Bundesstaat Montana im US-Repräsentantenhaus, wo er sich für die Lockerung von Umweltauflagen starkgemacht hat.
Sonny Perdue - LandwirtschaftsministerDer 70-jährige Sonny Perdue war von 2003 bis 2011 Gouverneur von Georgia und gründete anschliessend ein Unternehmen. Perdue ist Republikaner, gehörte aber bis 1998 der demokratischen Partei an.
Wilbur Ross - Handelsminister Der Hedgefonds-Besitzer Wilbur Ross (WL Ross & Co.) ist Chef des Handelsministeriums (Commerce Secretary).
Tom Price - GesundheitsministerTom Price sitzt als Abgeordneter für den Bundesstaat Georgia im US-Kongress. Unter Trump übernimmt er die Spitze des Gesundheitsministeriums.
Ben Carson - Minister für Wohnungsbau und StadtentwicklungBisher hatte Ben Carson, der frühere Neurochirurg, noch nie ein politisches Amt inne. Der 65-jährige Afroamerikaner war einer von Trumps Konkurrenten in den Vorwahlen der Republikaner.
Elaine Chao - VerkehrsministerinElaine Chao leitet für Trump das Verkehrsministerium. Unter Ex-Präsident George W. Bush war sie als Arbeitsministerin die erste asiatischstämmige Frau in einem US-Kabinett. Chao ist die Frau des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell.
Alexander Acosta - ArbeitsministerDer frühere Bundesanwalt Alexander Acosta, gegenwärtig an der Universität von Florida tätig, ist ein erfahrener Arbeitsrechtler. Er war bereits in drei verschiedenen Positionen für US-Regierungen tätig und wird als angesehener Experte beschrieben. Die Nominierung wurde nötig, weil Trumps Kandidat, Andrew Puzder, für diesen Posten zurückgezogen hatte. Acosta entspricht in vielem sehr viel mehr dem Profil bisheriger Arbeitsminister.
Rick Perry - EnergieministerDer frühere Gouverneur von Texas, Rick Perry, ist Energieminister im Kabinett Donald Trumps. Perry leitet damit das Ministerium, das er 2011 als Bewerber der Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur auflösen wollte. Im September 2015 gab er als erster der 17 Kandidaten im Präsidentschaftswahlkampf auf.
Betsy DeVos - BildungsministerinDie frühere Vorsitzende der Republikaner in Michigan, Betsy DeVos, sitzt dem Bildungsministerium vor. Sie hat in ihrem ganzen Leben weder eine öffentliche Schule geleitet, noch in einer unterrichtet, geschweige denn besucht oder ihre Kinder in eine solche geschickt. Nun steht die Milliardärin diesen Institutionen vor.
David Shulkin - KriegsveteranenministerDavid Shulkin ist Arzt und Beamter. Seit 2015 arbeitet er als Staatssekretär im Kriegsveteranenministerium. Für Trump führt er als Minister für Kriegsveteranen seine Arbeit fort.
Elaine Duke - Ministerin für Innere SicherheitDuke soll den Posten von John Kelly übernehmen, den Trump zu seinem Stabschef ernannt hat.
Auf unterer Ebene gehört dazu:John F. Kelly - Stabschef des Weissen HausesTrump machte Ex-General John Kelly zuerst zum Heimatschutzminister: ein weiterer Militär im Bund. Ende Juni dann holte Trump den 66-Jährigen als Ersatz für Reince Priebus in sein Team.
Nikki Haley - UNO-BotschafterinDie Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, ist die erste Frau, die Trump für einen Kabinettsposten gewählt hat. Sie ist Botschafterin für die Vereinten Nationen.
Scott Pruitt - Leiter der Umweltbehörde EPAScott Pruitt ist ein erklärter Gegner der Klimaschutzpolitik Barack Obamas. Trump machte ihn zum neuen Chef der Umweltbehörde EPA. Der 48-Jährige gilt als Freund der Öl- und Kohle-Industrie.
Mick Mulvaney - Direktor des Office of Management und BudgetMick Mulvaney vertritt den Bundesstaat South Carolina im US-Repräsentantenhaus. Unter Trump steht er dem Amt für Verwaltung und Haushaltswesen vor. Er gilt als konservativ und steht der Tea-Party-Bewegung nahe.
Linda McMahon - Leiterin der MittelstandsbehördeDie ehemalige Wrestling-Unternehmerin Linda McMahon ist in Trumps Kabinett für den Mittelstand zuständig. Die 68-Jährige unterstützt als Leiterin der Behörde für kleine und mittlere Unternehmen künftig rund 28 Millionen Firmen. Ihr Posten ist dem eines Kabinettsmitglieds gleichgestellt. Von 1994 bis 2010 hat sie das auf Wrestling-Showkämpfe spezialisierte Unternehmen World Wrestling Entertainment (WWE) geführt.
Dan Coats - GeheimdienstkoordinatorDie Ernennung des bisherigen Senators, Dan Coats, ist womöglich eine gute Nachricht für Deutschland. Der 73-jährige Coats war von 2001 bis 2005 Botschafter in Berlin. Zwar kritisierte er die damalige rot-grüne Bundesregierung hart für ihre Opposition gegen den Irak-Krieg. Immerhin ist er aber mit den Verhältnissen in Deutschland und Europa gut vertraut. Und auch Coats ist ein Russland-Kritiker.
Mike Pompeo - CIA-DirektorMike Pompeo sitzt als Abgeordneter für Kansas im Repräsentantenhaus. Der 53-Jährige hat schon viel Verständnis für die Belange der Spione gezeigt. Als Mitglied im Geheimdienstausschuss setzte er sich für umfassende Vollmachten der Dienste bei ihren Ausspähungen ein.
Scott Gottlieb - FDA-VorsteherIm Mai wurde Trumps Wunschkandidat an der Spitze der «Food and Drug Administration» bestätigt. Er hat enge Kontakte in die Pharmaindustrie und will diese nutzen, um Trumps Versprechen von günstigeren Preisen für Medikamente umzusetzen. Im Vorfeld seiner Bestätigung hat er versprochen, sich aus mehr als einem Dutzend Firmen zurückzuziehen und auch weitere Interessenskonflikte zu vermeiden.
Herbert Raymond McMaster - Nationaler SicherheitsberaterDer 54-jährige «H. R.» McMaster wird nationaler Sicherheitsberater der USA und folgt damit Michael Flynn nach, der gestürzt war, weil er Vizepräsident Pence und andere angelogen hatte. Der hochdekorierte Soldat wird als fähiger, überzeugender Anführer und erfahrender Kämpfer beschrieben. McMaster ist Autor eines Standardwerkes über die politischen Fehler und Gründe im Zusammenhang mit der Niederlage der USA im Vietnamkrieg.
Jared Kushner - ChefberaterDer Ehemann der Trump-Tochter Ivanka ist wie sein Schwiegervater ein steinreicher Immobilienunternehmer. Er hatte entscheidenden Anteil an Trumps Wahlsieg, indem er die Kampagne in den sozialen Netzwerken organisierte. Obwohl aussenpolitisch völlig unerfahren, soll sich der 36-Jährige um Themen wie die Handelsverträge und den Nahen Osten kümmern.
Ivanka Trump - Assistentin/Beraterin
Auch «First Daughter» Ivanka hat ein Büro im Weissen Haus bekommen. Sie will sich als positive Kraft für das Gute in der Welt einsetzen.
Sarah Huckabee Sanders - Stellvertretende PressesprecherinEnde August übernimmt sie das Amt ihres Vorgängers Sean Spicer, bisher war sie seine Stellvertreterin. Ihr Vater ist der republikanische Politiker und spätere Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee.
Gary Cohn - WirtschaftsberaterNicht direkt zum Kabinett gehört Gary Cohn als Trumps wichtigster Wirtschaftsberater. Der 56-jährige Banker von Goldman Sachs koordiniert an der Spitze des nationalen Wirtschaftsrates die gesamte Wirtschaftspolitik. Er musste dazu nicht vom Senat bestätigt werden.
Kellyanne Conway - BeraterinDie erfolgreiche Wahlkampfmanagerin Donald Trumps, Kellyanne Conway, wird ihn auch als Präsident weiter beraten. Sie erfand sie den Euphemismus «alternative Fakten».
Hope Hicks - Kommunikationsdirektorin Die 28-Jährige hat den Posten erst provisorisch von dem nach nur kurzer Amtszeit geschassten Anthony Scaramucci übernommen. Mitte September wurde sie dann dauerhaft ernannt. Hicks gehört seit dem Wahlkampf zum inneren Zirkel um Donald Trump und war bereits zuvor als Präsidentenberaterin tätig. Trump hält offenkundig hohe Stücke auf sie. Die PR-Fachfrau ist nun die bereits dritte Besetzung des Postens seit Trumps Amtsantritt.
Peter Navarro - BeraterDer Uni-Professor Peter Navarro stand Trump als Berater zur Seite. Er ist gegen Freihandel, will Importzölle von China und gilt als China-Feind.
Carl Icahn - BeraterStarinvestor Carl Icahn soll Donald Trump persönlich in Regulierungsfragen beraten, aber weder einen offiziellen Regierungsjob noch ein Gehalt bekommen.
Bereits aus Trumps Team ausgeschieden sind:Michael T. Flynn - kurzzeitig nationaler SicherheitsberaterDer pensionierte General und Ex-Chef des Militärgeheimdienstes DIA, Michael T. Flynn, plädiert für eine rigorose Bekämpfung des islamistischen Extremismus. Angst vor Muslimen hat er als «rational» bezeichnet. Wegen seiner Verbreitung von Verschwörungstheorien und auch seiner engen Kontakte nach Russland ist Flynn hoch umstritten. Er musste seinen Posten bereits wieder räumen.
Andy Puzder - vorgesehen als ArbeitsministerMit Andy Puzder sollte der Chef eines Fast-Food-Konzerns neuer US-Arbeitsminister werden. Weil ihm sogar Republikaner die Gefolgschaft zu verweigern drohten, machte Pudzer Mitte Februar einen Rückzieher und verzichtete auf den Posten.
Reince Priebus - Stabschef des Weissen HausesReince Priebus wechselt von der Spitze der Republikanischen Partei ins Weisse Haus. Als Parteivorsitzender musste Priebus während des Wahlkampfs die Risse zwischen den zerstrittenen Lagern der Republikaner kitten. Seine engen Kontakte zum Kongress sollen Trump nützlich werden.
Sean Spicer - Pressesprecher für das Weisse HausSeit 2011 dirigiert Sean Spicer die Kommunikation der Republikaner. Er hat eine Militärvergangenheit. Im Juli trat er von seinem Posten zurück.
Steve Bannon - ChefstrategeDer Ex-Chef der Website «Breitbart», Steve Bannon, ist das vielleicht grösste Schreckgespenst der Trump-Gegner. Der ultrarechte Scharfmacher hat über seine Publikation brutalste Polemik und wildeste Verschwörungstheorien verbreitet. Auch Bannon arbeitete früher für Goldman Sachs, davor war er Marinesoldat. Anfang August 2017 habe er seinen Rücktritt eingereicht, bekannt wurde dieser erst rund zwei Wochen später. Bannon kehrte als Chef zu «Breitbart» zurück.
Anthony Scaramucci - KommunikationsdirektorEine Kürzest-Karriere im Weissen Haus legte Wall-Street-Banker Anthony Scaramucci hin. Nach wenigen Tagen und noch vor seinem offiziellen Start musste er bereits wieder gehen.  Bilder: Keystone
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RMS

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