Abo
Aldi vs. Lidl

Die Swissness-Offensive der beiden Discount-Rivalen – und ihr Kampf um Marktanteile

Aldi und Lidl haben die Schweiz erobert und liefern sich mit unterschiedlichen Strategien ein Rennen um Expansion, Preise und Marktanteile.

BIL Stehsatz / Redaktionsmitarbeiter / Erich Buergler BA 1/4rgler

file8249ya2bpcxpx4b1pgy
Jérôme Meyer (l.): Er steht seit gut fünf Jahren an der Spitze von Aldi Suisse und trimmt den Discounter auf Effizienz. Für Aufsehen sorgten tiefere Fleischpreise. Nicholas Pennanen: Der Lidl-Schweiz-Chef setzt auf Wachstum. Jährlich sollen 10 bis 15 neue Filialen dazukommen. Das Ziel des Finnen: 300 Supermärkte in der Schweiz – viele davon in den Städten. Nathalie Taiana für BILANZ, Michel Canonica / BILANZ-Collage
Die Discounter aus Deutschland sind in der Schweiz harte Konkurrenten – doch die Hauptsitze von Aldi und Lidl trennen nur eine kurze Fahrt durch die Ostschweiz. In Schwarzenbach SG ragt das markante blaue Logo von Aldi Suisse aus einer akkurat getrimmten Wiese vor dem Firmensitz. 30  Autominuten entfernt hat Lidl Schweiz im thurgauischen Weinfelden Quartier bezogen – in einem Glasbau im Industriegebiet. Der Lidl-Schriftzug davor ist in dezentem Grau gehalten. Beide betreiben neben ihren Hauptquartieren ein Verteilzentrum.
Diese Standorte sind kein Zufall. Vor über 20 Jahren sondierten beide deutschen Discounter die Schweiz – angelockt von zahlungskräftiger Kundschaft und einem Markt, den Migros und Coop praktisch unter sich aufgeteilt hatten. Die beiden Platzhirsche dominierten das Terrain und liessen sich gegenseitig meist in Ruhe. Ein mit sich zufriedenes Quasi-Duopol, das zum frischen Wettbewerb geradezu einlud. In der Ostschweiz fanden die Detailhändler, was sie suchten: ausreichend Fläche für Logistik, Verwaltung und Expansion. Aldi Süd war mit seinem Markteintritt 2005 schneller – obwohl Lidl bereits früher mit konkreten Plänen liebäugelte. Doch Aldi bekam Wind davon und trieb im Eiltempo den Start in der Schweiz voran.
Über die Autoren

Relevante Themen

Werbung