Aus dem Stand auf Platz eins des BILANZ-Banker-Rankings – das gab es bisher nie in der elfjährigen Geschichte des Listings. Renaud de Planta heisst der Mann und ist seit dem 1. September Senior Partner der Pictet-Gruppe, der grössten Privatbank der Schweiz. Die Ehre gebührt allerdings zu einem bedeutenden Teil dem Unternehmen, dem er vorsteht: Pictet, die noble Genfer Banque privée mit Wurzeln bis ins Jahr 1805, ist Ikone des hiesigen Vermögensverwaltungsgeschäfts, das bis heute den Kern des Swiss Bankings bildet.

Selbst inzwischen ein Koloss mit mehr als 544 Milliarden Franken an verwalteten Vermögen, steht Pictet symbolisch für jene Mischung aus Diskretion und Professionalität, auf welcher der Erfolg der Schweiz beruht. An Pictet unter de Planta, schon seit 1998 bei der Bank und der neue Primus inter Pares unter den sieben Teilhabern, wird sich weisen, wie stark die Branche auch in Zukunft sein wird und sein kann – das macht seine Rolle so bedeutend. 

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Unwägbarkeit bei Thiam

Eine Unwägbarkeit im Ranking betrifft CS-Chef Tidjane Thiam. Dies, weil die Auswirkungen der Affäre um die Bespitzelung von Ex-CS-Mann Iqbal Khan für Thiam selber bei Redaktionsschluss noch nicht final feststanden. So gründet die Positionierung von Thiam auf den gängigen Kriterien seiner Performance im Business. Dass er trotz gleicher Punktzahl von Platz drei auf vier abgerutscht ist, hat damit zu tun, dass zwei Banker an ihm vorbeigezogen sind – unter anderem Khan.

Das vollständige Banker-Ranking 2019 finden Sie hier

Dieses Ranking erschien in der Oktober-Ausgabe 10/2019 der BILANZ.