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Ulrich Spiesshofer

Ulrich Spiesshofer

Für Ulrich Spiesshofer ist die Zeit der Ausreden vorbei. 2018 muss er liefern. Seit über vier Jahren steht der gebürtige Deutsche mit Schweizer Pass an der Spitze von ABB, fast ebenso lange baut er den grössten Schweizer Industriekonzern nun um: Schlanker, agiler, profitabler, digitaler soll er werden. Und endlich wieder wachsen. «Wir haben schon viele Hausaufgaben erledigt und schliessen viele dieses Jahr ab», sagt Spiesshofer. 2017 nennt er das «Übergangsjahr», für 2018 soll «The new normal» gelten.
Dann ist das Kostensenkungsprogramm im mittleren und oberen Management abgeschlossen, und dann sollen die Margen steigen. Vor allem soll ABB endlich auch wieder wachsen. Nur sehen die Auftragseingänge noch nicht unbedingt danach aus. Wachstum versprechen daher eher die Akquisitionen, die Spiesshofer jüngst tätigte: die österreichische B&R, mit 650 Millionen Umsatz ein eher kleiner Fisch für den 34-Milliarden-Konzern ABB. Und die grössere Elektrifizierungssparte von General Electric (2,7 Milliarden Umsatz), die zwar nicht als besonders zukunftsträchtig gilt, aber Margenpotenzial hat.
Doch vielen Beobachtern geht es nicht schnell genug vorwärts, allen voran den aktivistischen Investoren von Cevian, die 6,2 Prozent der Firma halten. Besonders mit der Entwicklung des Aktienkurses seit Spiesshofers Amtsantritt sind sie nicht einverstanden. Bereits bevor Cevian-Gründer Lars Förberg vergangenen Frühling im Verwaltungsrat von ABB Einsitz nahm, hatte er Druck aufs Management gemacht. Jetzt, im Machtzentrum des Konzerns, kann er den Druck noch einmal erhöhen. Falls Spiesshofer nicht liefert.

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