1. Home
  2. Pietro Supino

Pietro Supino Verleger des Medienkonzerns Tamedia
Quelle: Sandra Andizzone

Pietro Supino

Es ist kein beneidenswerter Job, aber auch kein langweiliger: Als Urenkel von Otto Coninx-Girardet verwaltet Pietro Supino (53) seit 2007 das Familienunternehmen Tamedia. Fast drei Viertel der Aktien sind im Besitz der Coninx-Familie, der Rest an der Börse. Eine Tatsache, die bei vielen Angestellten des 3300 Mitarbeiter starken Verlagshauses regelmässig Schweissausbrüche auslöst. Denn Profitabilität steht über allem. Erfüllt ein Titel die vorgegebenen Kriterien nicht, wird radikal Personal weggespart. Die Arbeitsmoral in den Redaktionen von «Tages-Anzeiger», «SonntagsZeitung», «Berner Zeitung», «20 Minuten», oder «24 heures» war darum auch schon höher. Während private Verlage etwas flexibler im Umgang mit Profitabilität einzelner Sparten sind, lässt Supino alle paar Jahre den Sparhammer fallen.

Gleichzeitig geht der studierte Anwalt und Unternehmensberater auf Shoppingtour und kauft Printtitel («Basler Zeitung»), Onlineplattformen (Zattoo) und Werbevermarkter (Goldbach Group) auf. Es ist ein Wandel, den auch andere Verlage vollziehen: weg vom reinen Zeitungshaus hin zum digitalen Gemischtwarenladen. Doch aufgeben will Supino den Journalismus nicht. In einem Radiointerview mit SRF sagte er unlängst: «Solange meine Familie hinter dem Unternehmen steht, werden Medien immer der Kern dieses Unternehmens sein.»

Pietro Supino in Listen

Mehr zu: Pietro Supino