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Die Pension Nord in Heiden AR stand 14 Jahre lang leer. Jetzt will Olivier Bernhard der Liegenschaft neues Leben einhauchen.
Die Pension Nord in Heiden AR hat einen neuen Eigentümer.
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Seit 14 Jahren steht die Pension Nord in Heiden AR leer. Das Hotel an bester Lage mit Blick auf den Bodensee war jahrzehntelang ein Aushängeschild des Appenzeller Kurortes auf 800 Metern über Meer. Zuletzt bereitete die Liegenschaft der Gemeinde aber nur noch Kummer. Jetzt gibt es überraschend wieder Hoffnung: Die Pension hat einen neuen Besitzer, wie die «Appenzeller Zeitung» berichtet.
Käuferin ist die Sparker AG aus Heiden. Hinter ihr steht niemand Geringeres als Olivier Bernhard (57), ehemaliger Triathlet und Mitgründer der Laufschuhmarke On. Bernhard und seine Frau sind die einzigen Verwaltungsräte der Firma. Sie wohnen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pension. Das Areal umfasst 12’400 Quadratmeter Bauland in der Kurzone und ist ein echtes Filetstück.
Bestätigt wird der Verkauf vom Anwalt der bisherigen Eigentümerin. Zu den Kaufplänen hält sich Bernhard aber bedeckt. Auch On bestätigt gegenüber der «Appenzeller Zeitung» lediglich den Erwerb. Konkrete Projekte gebe es noch keine, es handle sich um eine private Angelegenheit. Im Bericht heisst es dazu: «Die Sparker AG beabsichtigt jedoch, die Kurtradition des Standorts weiterzuführen und weiterzuentwickeln.»
Die Pension Nord in Heiden AR hat einen neuen Eigentümer.
PDOn-Gründer Olivier Bernhard hat sich das Hotel gekauft.
Thomas MeierWas Bernhard mit dem Hotel vor hat, ist noch nicht klar.
PDDie Pension Nord war jahrzehntelang ein Aushängeschild des Appenzeller Kurortes.
PDMit Zimmern wie diesem kann man heute allerdings nicht mehr bestehen.
PDSo hat die Pension Nord 1898 für ihr Angebot geworben.
PDDas hatten 2011 auch die deutschen Vorbesitzer vor. Sie wollten aus der Pension Nord einst ein Hotel mit Wellness, Seminarräumen, Restaurant und einem grossen Park realisieren. Das Projekt scheiterte aber an den strengen Bauvorschriften der Gemeinde. Der Knackpunkt: Der erlaubte Wohnanteil in der Kurzone liegt bei höchstens 25 Prozent – zu wenig für ein wirtschaftlich tragfähiges Projekt. Derzeit überarbeitet die Gemeinde aber ihr Baureglement. Die Chance ist gross, dass die alte Liegenschaft abgebrochen wird. Denkmalgeschützt ist sie nicht. Inzwischen liegt sogar eine Abbruchbewilligung für das alte Gebäude vor.
Vieles ist also noch unklar. Fest steht aber: Nach Jahren des Stillstands kommt wieder Bewegung in eines der prominentesten Grundstücke im Appenzeller Vorderland. Und wenn ein On-Gründer investiert, dann wird man im Appenzellerland hellhörig – und macht sich Hoffnungen. Ähnlich war die Ausgangslage in Gonten AI, wo Jan Schoch (48) Millionen investiert.
Der Leonteq-Gründer, selbst im Appenzellerland aufgewachsen, ist laut «Bilanz» 100 Millionen Franken schwer. Er hat bereits über 120 Millionen in sein spektakuläres Hotelprojekt gesteckt. Unter seiner Leitung ist gleich ein ganzes Resort mit drei Häusern entstanden: das «Huus Bären» (3 Sterne), das «Huus Löwen» (4 Sterne) und das neue Aushängeschild «Huus Quell». Das beeindruckt mit seinem Weinkeller und einer Wellnessanlage der Extraklasse.
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Erst im Dezember hat Investor Schoch den Hoteldirektor gefeuert. Und die Geschicke des Resorts mit drei Häusern selbst übernommen. «Wir sind eine Wachstumsfirma, da muss man sich beim Personal von Zeit zu Zeit anpassen», sagte der Investor Ende 2025 zu Blick.
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