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Chairman’s Paradise 
Nirgends leben VR-Präsidenten so gut wie in der Schweiz

Die Schweiz ist das Paradies für VR-Präsidenten
Insel der Glückseligen: Axel Weber, Walter Kielholz, Christoph Franz, Ernst Tanner und Paul Bulcke (v.l.).Quelle: Kornel Stadler

Sie verdienen so üppig wie nirgends – und die Vorschriften sind lasch: Die Schweiz ist das Paradies für VR-Präsidenten.

Dirk Schütz
Von Dirk Schütz
24.05.2018

Die Saison der Generalversammlungen neigt sich dem Ende zu, den VR-Präsidenten waren ruhige Tage vergönnt. Aufstände gab es nirgends, selbst die kleinen Scharmützel zum ewigen Boni-Thema waren dieses Jahr erstaunlich zahm.

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Wie behaglich es sich die Schweizer Chairmen in ihren Sesseln eingerichtet haben, zeigen wir in unserer neuen Titelgeschichte. Nirgends verdienen sie besser: Die 19 höchstbezahlten VR-Präsidenten Europas stehen Schweizer Unternehmen vor.

Ernst Tanner verdient am besten

Spitzenreiter ist Lindt & Sprüngli-Präsident Ernst Tanner mit 6,5 Millionen Franken, es folgen Roche-Vormann Christoph Franz und UBS-Präsident Axel Weber mit jeweils 6,4 Millionen. Erst auf Rang 20 folgt mit Axa-Präsident Denis Duverne der erste Vertreter, der keinem Schweizer Konzern präsidiert.

Lindt&Sprüngli-Präsident Ernst Tanner streicht stolze 6,5 Millionen Franken ein.

Wirklich begründen lassen sich diese hohen Zahlungen nicht. «Ich weiss nicht, warum sich die Präsidenten-Vergütung in der Schweiz auf diesem Niveau eingependelt hat. Das sind schon paradiesische Zustände», betont etwa Ex-Roche-Chef Franz Humer.

Lasche Vorschriften

Doch nicht nur die Bezahlung ist üppig – auch die Vorschriften für VR-Präsidenten sind hierzulande vergleichsweise schwach. So dürfen sie noch immer vom CEO auf den Chairman-Sessel wechseln, und es gibt keine Amtszeit-Beschränkungen.

Wie sich die Schweiz zum Chairman’s Paradise entwickeln konnte, lesen Sie in der neuen BILANZ, ab Freitag am Kiosk oder mit Abo bequem im Briefkasten.

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Die Juni-Ausgabe der BILANZ.
Quelle: Bilanz