Sie sind elffacher Weltmeister und haben den Surfsport über drei Jahrzehnte geprägt. Warum waren Sie in diesem Sport so herausragend? Können Sie das Meer besser lesen als andere?
Vielleicht mögen mich die Schiedsrichter (lacht). In meiner Kindheit sprach einer meiner Freunde davon, Weltmeister zu werden. Er war etwas älter als ich, vielleicht 12 oder 13. Ich dachte mir, das ist ziemlich cool und irgendwo muss ein Weltmeister ja herkommen, warum nicht aus meiner Stadt, warum nicht aus meinem Haus? Dann habe ich mir immer kleine Ziele gesetzt: Wenn ich diese Welle erreiche, werde ich eines Tages Weltmeister sein – und so ging es immer weiter. In allem, was ich tat, war ich sehr wettbewerbsorientiert. Ich hatte einen älteren Bruder und war mit ihm und seinen Freunden unterwegs. Sie waren alle älter und in fast allem besser und stärker als ich. Und so musste ich als kleines Kind irgendwie mithalten. Das trieb mich weiter an, schneller und besser zu werden. Aber Sie hatten immer den Weltmeistertitel als Ziel?
Meine Helden waren die besten Surfer. Vielleicht waren sie nicht alle Weltmeister, aber ich wollte so sein wie sie. Das hat mich dazu gebracht, wirklich gross zu denken und daran zu arbeiten, eines Tages der Beste der Welt zu werden. Ich dachte, wenn ich mich ganz dem Surfen hingebe, warum sollte es mir nicht gelingen? Diese Hingabe hat es mir ermöglicht, mich nicht einzuschränken.