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Ivan Glasenberg

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Vor Jahresfrist steckte der Rohstoffkonzern Glencore in grössten Schwierigkeiten. Der anhaltende Zerfall der Rohstoffpreise frass die Gewinne des Baarer Unternehmens auf. So musste für 2015 ein rekordhoher Verlust von gegen fünf Milliarden Dollar ausgewiesen werden, gegenüber einem Gewinn von 2,3 Milliarden im Vorjahr. Die Aktien rauschten in den Keller und notierten im Januar dieses Jahres auf einem historischen Tiefst von noch einem Siebtel des Preises, den sie nach dem Going public 2011 erzielt hatten. Die Anleger zusätzlich vergrault hat der gewaltige Schuldenberg, der aus der über einen Aktientausch abgewickelten Übernahme von Xstrata resultierte.

CEO Ivan Glasenberg nimmt das Verdikt der Börse ernst. Wurde schon im Vorjahr die Entschuldung vorangetrieben, setzte der 59-jährige Südafrikaner mit rotem Pass im laufenden Geschäftsjahr die finanzielle Gesundung zuoberst auf die Prioritätenliste. Durch Verkäufe von Beteiligungen flossen zusätzlich 4,7 Milliarden in die Kasse, die beim Schuldenabbau Verwendung fanden. Zwar läuft das Geschäft weiterhin schlecht, im ersten Halbjahr resultierten erneut rote Zahlen – allerdings ist der Konzern auf dem Weg der Besserung. Zumal sich einige Rohstoffpreise erholen. Doch vor allem der kräftige Schuldenabbau hat ein Kursfeuerwerk sondergleichen gezündet; innert Jahresfrist haben sich die in London kotierten Aktien im Wert verdreifacht. Die Pfundschwäche allerdings hat ein Viertel der in Franken umgerechneten Kursgewinne ausradiert. Dennoch kann Glasenberg, der ein Aktienpaket von 8,42 Prozent hält, mit dem Vermögenszuwachs von gegen zwei Milliarden Franken höchst zufrieden sein.

 

(Stand: Dezember 2016)

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