Zu kompliziert, ungerecht, zu teuer, nur die gut verdienenden Ehepaare würden profitieren, und mehr Frauen würden dem Arbeitsmarkt auch nicht zugeführt. Das ist eine arg dünne Argumentationskette für einen, der mit seiner Mitte-Partei
die Heiratsstrafe seit Jahren selbst bekämpft. Ob er damit die Stimmbevölkerung am 8. März 2026 überzeugt? Das Nein-Komitee (Die Mitte, SVP, EVP, EDU) stützt sich primär auf die Wehklagen der Kantone, die den administrativen Mehraufwand scheuen. Doch im Jahr 2026 sollten die technischen Anpassungen eines Steuerdossiers kein unüberwindbares Hindernis sein. Und es ist eine bequeme Ausrede gegen das Prinzip der Fairness. Im Kern ist die Sache simpel: Die Abstimmungsvorlage will, dass jede Person alleine besteuert wird, basierend auf dem, was sie verdient. Nichts gegen die Ehe. Aber das heutige System stützt ein konservatives Familienbild, während die gesellschaftlichen Realitäten heute oft andere sind.