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Gabriel Brenna: Die Raiffeisen Gruppe hat sich einen Externen als neuen CEO geholt

Mit seiner Erfahrung soll Gabriel Brenna neue Impulse setzen und Herausforderungen meistern. Er ist ein Mann mit vielen Talenten.

sdf

Der 51-jährige Gabriel Brenna ist aktuell noch CEO der Liechtensteinischen Landesbank (LLB).

Der 51-jährige Gabriel Brenna war bis 11. Juni 2025 CEO der Liechtensteinischen Landesbank (LLB).

Salvatore Vinci

Nach monatelanger Suche hat der Verwaltungsrat von Raiffeisen im Juni einen neuen CEO gefunden. Gabriel Brenna (51) wird im Dezember die operative Leitung der zweitgrössten Schweizer Bankengruppe übernehmen. Er löst Christian Poerschke ab, der interimistisch den Chefposten übernommen hatte. Brenna, er war bis Juni 2025 CEO der Liechtensteinischen Landesbank (LLB), soll mit seiner Erfahrung und externem Blick neue Impulse setzen. Darauf hofft der Verwaltungsrat unter der Leitung von Thomas Müller. Brenna bringt nicht nur einen ausgezeichneten Leistungsausweis von der LLB mit, sondern hat auch einen Hintergrund als Berater. Mit Transformationsprojekten – etwa im IT-Bereich, der bei Raiffeisen besonders herausfordernd ist – kennt er sich bestens aus. Zudem wird Brenna als intelligenter und innovationsfreudiger Leader mit hoher Sozialkompetenz beschrieben. Wichtige Eigenschaften bei der Leitung der Raiffeisen Gruppe mit 218 selbstständigen Banken. Während seiner Karriere hat Brenna drei sehr unterschiedliche und im Grundsatz unabhängige Phasen durchlaufen – als Ingenieur, Berater und Banker. «Meine Karriere war nicht so geplant, sondern hat sich entwickelt. Ich habe immer versucht, meinen aktuellen Job so gut wie möglich zu machen», resümiert er.

Fürstentum-Connection

2012 begann Brenna die dritte Phase seiner Karriere: Er wechselte zur Liechtensteinischen Landesbank. Wichtigste Unterstützer waren Roland Matt, der ihn zur LLB holte, sowie Georg Wohlwend, zur Zeit von Brennas Wahl zum CEO und bis heute VRP der LLB-Gruppe. In den nächsten Jahren wurden Mitglieder der Gruppenleitung wie CFO Christoph Reich, Natalie Flatz und Patrick Fürer zu engen Mitstreitern. Das Führungsteam blieb während seiner gesamten CEO-Zeit unverändert, bis Urs Müller im März in den Ruhestand ging. Als Geschäftsleitungsmitglied der zweitgrössten liechtensteinischen Bank engagierte sich Brenna in verschiedenen Organisationen des Fürstentums. So war er Vizepräsident und Mitglied des Vorstands des Liechtensteinischen Bankenverbands, wo er mit Präsident Hans-Werner Gassner, Ex-VRP der LLB, und Geschäftsführer Simon Tribelhorn im Austausch stand. Zudem war er Mitglied des Vorstands der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer. Seine Sparringspartner dort waren Präsident Klaus Risch sowie die langjährige Geschäftsführerin und heutige Regierungschefin Brigitte Haas.

<p>Urs Müller, Christoph Reich, Natalie Flatz (oben v.l.) sowie Georg Wohlwend, Hans-Werner Gassner, Brigitte Haas (unten v.l.).</p>

Urs Müller, Christoph Reich, Natalie Flatz (oben v.l.) sowie Georg Wohlwend, Hans-Werner Gassner, Brigitte Haas (unten v.l.).

PR / BILANZ-Collage
<p>Urs Müller, Christoph Reich, Natalie Flatz (oben v.l.) sowie Georg Wohlwend, Hans-Werner Gassner, Brigitte Haas (unten v.l.).</p>

Urs Müller, Christoph Reich, Natalie Flatz (oben v.l.) sowie Georg Wohlwend, Hans-Werner Gassner, Brigitte Haas (unten v.l.).

PR / BILANZ-Collage
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sdf

Anne-Barbara Luft

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