Nach monatelanger Suche hat der Verwaltungsrat von Raiffeisen im Juni einen neuen CEO gefunden. Gabriel Brenna (51) wird im Dezember die operative Leitung der zweitgrössten Schweizer Bankengruppe übernehmen. Er löst Christian Poerschke ab, der interimistisch den Chefposten übernommen hatte. Brenna, er war bis Juni 2025 CEO der Liechtensteinischen Landesbank (LLB), soll mit seiner Erfahrung und externem Blick neue Impulse setzen. Darauf hofft der Verwaltungsrat unter der Leitung von Thomas Müller. Brenna bringt nicht nur einen ausgezeichneten Leistungsausweis von der LLB mit, sondern hat auch einen Hintergrund als Berater. Mit Transformationsprojekten – etwa im IT-Bereich, der bei Raiffeisen besonders herausfordernd ist – kennt er sich bestens aus. Zudem wird Brenna als intelligenter und innovationsfreudiger Leader mit hoher Sozialkompetenz beschrieben. Wichtige Eigenschaften bei der Leitung der Raiffeisen Gruppe mit 218 selbstständigen Banken. Während seiner Karriere hat Brenna drei sehr unterschiedliche und im Grundsatz unabhängige Phasen durchlaufen – als Ingenieur, Berater und Banker. «Meine Karriere war nicht so geplant, sondern hat sich entwickelt. Ich habe immer versucht, meinen aktuellen Job so gut wie möglich zu machen», resümiert er.