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Andreas Jacobs und Gattin Nathalie

Familie Jacobs

Unternehmerisch war es kein allzu gutes Jahr für die Familie Jacobs. Der Erlös aus dem Verkauf der Beteiligung an Adecco, dem weltgrössten Vermittler von temporären Arbeitskräften, schmort seit zweieinhalb Jahren auf der Bank – ein saftiger Batzen von rund 2,5 Milliarden Franken. «Dass es keinen Spass macht, wenn das Geld daliegt und nichts oder sogar Strafzinsen bringt, ist klar. Das wurmt einen auf Dauer», sagt Andreas Jacobs (52). «Aber mit der Brechstange etwas zu machen, wäre unsinnig.» So hat er lediglich aus seinem Privatvermögen in ein paar Start-ups investiert über die Beteiligungsgesellschaft Genui Partners, die er mit drei Freunden 2014 gegründet hat. Immerhin, sagt er, gebe es «sehr seriöse Projekte, die Anfang 2017 erfolgreich umgesetzt werden könnten» – man beachte den Konjunktiv.

Auch das Projekt seines Halbbruders Nicolas, ein europaweites Netz von 500 Schnellimbissrestaurants aufzuziehen, kommt nur langsam voran: «Wir haben dieses Jahr ein paar Dutzend aufgemacht», sagt er – das aber vor allem in den USA und Kanada. Dass es, wenn schon nicht unternehmerisch, so doch finanziell ein gutes Jahr war, liegt an Barry Callebaut. Der weltgrösste Schokoladenkonzern wird zu 69 Prozent von der Familie beherrscht. Die Aktien legten im Jahresvergleich kräftig an Wert zu. Das VR-Präsidium gab Andreas Jacobs dort Ende Jahr ab; Nicolas, bislang einfacher Verwaltungsrat, steht schon parat, um eines Tages zu übernehmen.

 

(Stand: Dezember 2016)

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