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Andreas Jacobs mit seiner Frau Natalie und den Kindern Louis, Chiara, Nicolas
Quelle: Agency People Image

Familie Jacobs

Der Fall beschäftigt seit Wochen die Boulevardpresse: Andreas Jacobs lässt sich adoptieren – im zarten Alter von 54 Jahren. Sein zukünftiger Stiefvater: Albert Darboven, auch erst 82-jährig. Der Hintergrund: Darboven hat Krach mit den leiblichen Nachkommen und will sie von der Führung des Familien­unternehmens abhalten. Chef des Kaffeerösters, der unter anderem Mövenpick-Kaffee herstellt, darf nur ein Mitglied der  Familie werden. Das wäre Andreas Jacobs nach gelungener Adoption, zudem versteht er etwas von Kaffee und ist mit Darboven befreundet. Kein Wunder, dass die leiblichen Erben das weniger lustig finden und dagegen prozessieren. 

Nicht nur familiär, auch finanziell hat sich einiges getan bei Jacobs: Volle vier Jahre liess er sich Zeit, die Milliardenreserven des Clans zu reinvestieren. Im Herbst hat er nun zugeschlagen und die weltweit grösste Privatschulkette Cognita erworben – für 2,5 Milliarden Franken, also fast exakt jene Summe, die 2014 für den Verkauf der Familienanteile am Zeitarbeitskonzern Adecco erlöst wurden. «Wir werden aber Teile von Cognita an ein, zwei andere ­Investoren syndizieren, um den Cashflow zu erhöhen», kündigt Jacobs an.  

Auch an der Privatbank Berenberg, die nun Bergos Berenberg heisst, hat er einen – wenn auch kleinen – Anteil erworben. Noch nicht rentiert haben sich die Investitionen der Familie in drei paneuropäische Zahnarztketten in den letzten Jahren. «Die Ketten laufen unter Plan», sagt Jacobs. Dass das Vermögen erneut deutlich gewachsen ist, liegt am weltgrössten Schokoladenhersteller Barry Callebaut, an dem die Familie Jacobs direkt und indirekt mit 64 Prozent beteiligt ist.

(Stand: November 2018)

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