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Ranking

Zürich im Klub der teuersten Einkaufsstrassen der Welt

Ihre Lage ist exklusiv, ihre Mieten fürstlich: Wer sich auf den teuersten Einkaufsstrassen der Welt einen Laden mieten will, muss tief in die Tasche greifen - auch in Zürich. Ein Überblick.

Corinna Clara Röttker

Auf Platz 10 der weltweit teuersten Einkaufsstrassen liegt laut der internationalen Immobilienberatung Cushman & Wakefield (C&W) die Stoleschnikow-Gasse in Moskau. Die Spitzenmiete für Ladenräume stieg dort zuletzt um 20 Prozent auf umgerechnet 476 Franken pro Quadratmeter und Monat.igor k/Flickr/CC
Auch die Schweiz ist in den Top Ten der Protz-Boulevards vertreten. Mit einer Spitzenmiete von umgerechnet 747 Franken pro Quadratmeter und Monat belegt die Bahnhofstrasse in Zürich den 9. Platz.
Der Einkaufsbezirk Myeongdong im südkoreanischen Seoul rangiert weltweit auf Platz 8. Die Spitzenmieten betragen hier umgerechnet 796 Franken pro Quadratmeter und Monat und sind damit zuletzt um 17,6 Prozent angestiegen.
In Tokios Geschäfts- und Vergnügungsviertel Ginza sind die Einzelhandelsmieten zuletzt um knapp sieben Prozent auf umgerechnet 815 Franken gestiegen - Platz 7 im Ranking der teuersten Einkaufsstrassen der Welt.
Platz 6: Der Shopping-Klassiker, die Via Montenapoleone in Mailand. Auch hier war zuletzt ein Mietanstieg um gut 13 Prozent auf umgerechnet 852 Franken pro Monat und Quadratmeter zu verzeichnen, so C&W.
Mit Spitzenmieten von umgerechnet 869 Franken pro Quadratmeter und Monat eröffnet die Pitt Street Mall in Sydney die Top 5 der teuersten Shoppingmeilen der Welt. Damit stiegen die Mieten in der grössten Stadt Australiens zuletzt um stolze 25 Prozent - einen stärkeren Anstieg verzeichnete keine andere Stadt unter den Top Ten.
An der Spitze der teuersten Einkaufsstrassen der Welt findet man altbekannte Namen, wie die New Bond Street in London auf Platz 4, mit einer Spitzenmiete von umgerechnet 1038 Franken pro Quadratmeter und Monat.
Wenig überraschend an der Spitze in Europa: Die Avenue des Champs-Elysées in Paris mit einer Spitzenmiete von umgerechnet 1328 Franken pro Quadratmeter und Monat. Platz 3 der teuersten Einkaufsstrassen, und das obwohl die jährlich erstellte C&W-Studie für den Pariser Prachtboulevard einen kometenhaften Anstieg um 38,5 Prozent (nach +30 Prozent in 2012) festgestellt hat.
Die Causeway Bay in Hongkong belegte im Vorjahr noch den ersten Platz. Seither gingen die Spitzenmieten dort der Studie zufolge jedoch um knapp sieben Prozent auf immer noch beachtliche 2336 Franken pro Quadratmeter und Monat zurück. Folge: Hongkong rutscht 2014 auf Platz 2.
Unangefochten Nummer eins ist in diesem Jahr die Fifth Avenue in New York. Genauer: Die Upper Fifth Avenue, denn C&W hat den Nobel-Boulevard dieses Jahr erstmals zweigeteilt. Auf der New Yorker Nobelmeile zogen die Mietpreise um stolze 13,3 Prozent auf umgerechnet 2989 Franken pro Quadratmeter und Monat an - das ist weltweit derzeit einmalig.Bilder: Bloomberg/ Keystone
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Die 5th Avenue ist in jeglicher Hinsicht ein Pracht-Boulevard: Ob Luxuskaufhäuser wie Barneys oder Saks, Flagship Stores, Spitzenrestaurants oder architektonische Sehenswürdigkeiten – der New Yorker Strassenzug hat einfach alles zu bieten, sodass selbst Anwohner regelmässig wieder überrascht werden. Doch wer sich hier einen Laden mietet, muss tief in den Geldbeutel greifen – vor allem auf der Upper 5th Avenue.
Denn der Luxus-Boulevard ist mit Abstand die teuerste Einkaufsstrasse der Welt. Laut einer aktuellen Studie der Immobiliengesellschaft Cushman & Wakefield (C&W) kostet hier ein Quadratmeter umgerechnet 2989 Franken – pro Monat versteht sich. Das ist derzeit einmalig. Damit hat die 5th Avenue den Spitzenrang zurückerobert, dort stand sie bereits vor 2013.

Hongkong verliert, New York gewinnt

Im vergangenen Jahr belegte noch die Causeway Bay in Hongkong den ersten Platz der weltweit teuersten Shoppingmeilen. Doch der Studie zufolge gingen seither dort die Spitzenmieten um knapp sieben Prozent auf 2336 Franken pro Quadratmeter und Monat zurück. Auf der New Yorker Nobelmeile zogen die Mietpreise hingegen um stolze 13,3 Prozent an. Die Folge: Hongkong rutscht 2014 auf Platz 2.

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Europäischer Spitzenreiter ist die Avenue des Champs-Elysées in Paris. Die Spitzenmiete beträgt hier umgerechnet 1328 Franken pro Quadratmeter und Monat. Weltweit ergibt das den dritten Platz der teuersten Einkaufsstrassen - und das obwohl die jährlich erstellte C&W-Studie für den Pariser Prachtboulevard einen Anstieg um 38,5 Prozent (nach plus 30 Prozent in 2012) festgestellt hat.

Zürich ist der teuerste deutschsprachige Standort

Auch die Schweiz ist in den Top Ten der Nobel-Boulevards vertreten. Mit einer Spitzenmiete von umgerechnet 747 Franken pro Quadratmeter und Monat ist die Bahnhofstrasse in Zürich zwar gegenüber New York und Hongkong nahezu ein Schnäppchen für Mieter. Auf der Rangliste belegt sie dennoch den neunten Platz und ist damit der teuerste deutschsprachige Standort.
Insgesamt blieben die Spitzenmieten für die Top-Einkaufslagen in den Metropolen im Vergleich zu 2013 beständig hoch oder stiegen sogar noch – um durchschnittlich 2,4 Prozent zwischen Oktober 2013 und September 2014. Auch Zürich wurde teurer: Die Ladenmieten erhöhten sich an der Bahnhofstrasse laut C&W um 1,1 Prozent zum Vorjahr. Ein Grund: Die besten Lagen dort wie auch anderswo in der Welt profitieren vom wachsenden Luxus-Einzelhandel.

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