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Firmenpleite

Wiesmann: Mit 555 PS in die Insolvenz

Rund 300'000 Franken kostet mancher Sportwagen der Firma Wiesmann. Nun ist der deutsche Luxushersteller insolvent. Der Schweizer Generalimporteur geht von einer raschen Übernahme aus.

Timo Nowack

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So prΓ€sentiert Wiesmann seinen Roadster MF5: Das Unternehmen beschΓ€ftigt rund 110 Menschen. (Bild: wiesmann.com) RMS

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Zwei TΓΌren, 555 PS, 292'800 Franken Kaufpreis - das ist Wiesmann Roadster MF5 Cabriolet. Der Sportwagen ist ein exklusives Fahrzeug: In den vergangenen 25 Jahren baute Wiesmann laut eigenen Angaben insgesamt nur 1600 Autos. Wem ein Porsche zu gewΓΆhnlich ist, der kΓΆnnte bei Wiesmann glΓΌcklich werden. Doch nun hat der deutsche Sportwagenbauer Insolvenz angemeldet, wie die deutsche Nachrichtenagentur DPA berichtet.
Um das Unternehmen zukunftsorientiert aufstellen zu kΓΆnnen, sei ein Insolvenzverfahren beantragt worden, bestΓ€tigte ein Sprecher der Agentur, wollte sich zu den GrΓΌnden der Finanzprobleme aber nicht Γ€ussern. Man fΓΌhre GesprΓ€che mit mΓΆglichen Investoren und sehe auf jeden Fall eine Zukunft fΓΌr das Unternehmen, bei dem zurzeit knapp 110 Menschen arbeiten.
Wiesmann produziert seine zweisitzigen Sportwagen im westdeutschen DΓΌlmen mit viel Handarbeit. Rund 350 Arbeitsstunden stecken laut dem Hersteller in jedem der Nobelfahrzeuge. Nur die Antriebstechnik in den Wagen stammt von BMW.
Einem Bericht der Zeitung Β«WestfΓ€lische NachrichtenΒ» zufolge konnte Wiesman zuletzt nur noch rund 160 Fahrzeuge jΓ€hrlich absetzen, wΓ€hrend das Unternehmen laut GeschΓ€ftsfΓΌhrer Rolf Haferkamp 250 bis 300 Autos im Jahr verkaufen mΓΌsste, um langfristig Gewinne einzufahren.

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Generalimporteur setzt auf rasche Rettung
Schweizer Generalimporteur ist die Firma DÀhler in Belp bei Bern. Dort gibt man sich gelassen: «Insolvenz tânt im ersten Augenblick immer schlimm», sagt Chef Christoph DÀhler im GesprÀch mit handelszeitung.ch. Die nÀchsten Schritte zur Rettung würden aber bestimmt bald in die Wege geleitet. «Es wird wohl rasch eine Übernahme geben, sodass wir in der Schweiz gar nicht viel davon merken.»
Trotz der Schwierigkeiten hΓ€tte man in diesem Jahr bereits 30 Fahrzeuge verkauft, so DΓ€hler. Ausserdem habe man Β«noch weitere vier oder fΓΌnf Neuwagen hier stehen, welche uns helfen die Produktionspause zu ΓΌberbrΓΌckenΒ».

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