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Jean-Claude Biver: «All you need is love»

Uhrenpatron Jean-Claude Biver über die Baselworld, die Befindlichkeit seiner Industrie, den Katalysator ­Smartwatch und sein Credo.

Iris Kuhn Spogat

Jean-Claude Biver

Wieder obenauf: Die Legionärskrankheit hat Jean-Claude Biver viel abverlangt – aber auch gegeben: «Ich bin weiser, respektvoller und grosszügiger geworden.»

Philipp Mueller Photography

Herr Biver, Rolex, Tudor, Patek Philippe, Chanel, Chopard und alle LVMH-Uhrenmarken kehren der Baselworld den Rücken. Ihr Kommentar?
Dass die Messe 2021 in Genf stattfindet, zudem gleichzeitig mit der Watches & Wonders und auch noch am gleichen Ort im Palexpo, führt dazu, dass in Genf etwas stattfindet, das so ist, wie es früher war, da alle wichtigen Marken in Basel ausgestellt hatten. Aus Sicht der Kunden der Uhrenbranche ist der Entscheid richtig: Sie unternehmen eine einzige Reise, an einem Datum, und sehen innerhalb von drei Tagen alles. Bref: Für Basel ist es schade, für Genf und die Kunden ist es gut.

Wurden Sie bei diesen Entscheiden zu Rate gezogen?
Der Erste, der mich in dieser Angelegenheit angerufen hat, war Jean-Frédéric Dufour, CEO von Rolex. Er ist ein sehr enger Freund von mir, besitzt wie ich ein Chalet in Crans-Montana. Er hat mir den Entscheid erklärt.

Und?
Ich selber habe 45 Jahre lang an der Baselworld teilgenommen, und klar tut es mir leid für diese Messe. Aber man kann nicht nur mit dem Herzen agieren, sondern muss auch immer wieder den Kopf einschalten.

Über die Autoren
Iris Kuhn Spogat
Iris Kuhn-Spogat
Iris Kuhn-Spogat

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