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James Nizam zeigt seine erste europäische Einzelausstellung «Breaking Light» in der Christophe Guye Galerie in Zürich.
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Der kanadisch-britische Künstler mit Jahrgang 1977 lebt und arbeitet in Vancouver. Nizam befasst sich mit dem Erinnerungsvermögen. Er erforscht die Beziehung von Fotografie zu Skulptur und Architektur sowie die Fähigkeit dieser Gattungen, einzeln oder in Verbindung miteinander als Gedächtnisstütze zu dienen. Nizams neue Werkserie ist eine Auseinandersetzung mit den eigentlichen Eigenschaften seines gewählten Mediums, der Fotografie. Der Künstler nutzt das Auge – und als Erweiterung davon die Blende – als seinen Dreh- und Angelpunkt. Mit einem guten Gespür für Perspektive und Technik sowie die Position der Kamera komponiert er faszinierende Fotografien, die eine komplexe physische und zeitliche Perspektive des Raums verkörpern.
Er hat eine grosse Affinität für die natürliche Magie verlassener Orte, für Licht und Schatten und die Vergänglichkeit. In früheren Arbeiten suchte Nizam verlassene Häuser auf, beleuchtete sie mit Taschenlampen und zeichnete die Lichtkurven auf Farbfilm auf. Er verwandelte Zimmer mit Hilfe von architektonischen Interventionen in Camerae obscure, welche die äusseren Landschaften im Innern wiedergaben, und fotografierte das Resultat. Oder er kreierte mit Hilfe von Spiegeln und Sonnenlicht auffallende geometrische Innenraum-Skulpturen. So unterschiedlich die Resultate auch sind, eines haben all seine Aufnahmen gemeinsam: Der Künstler bereitet sie stets so präzise vor, als würde er ein wissenschaftliches Experiment vornehmen. (ba)
Christophe Guye Galerie, Zürich; bis 30.11.2013.
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