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Jeep Wrangler: Offroad-Ikone mit Ecken und Kanten

Die ganze Autowelt spricht derzeit von den Kompakt-SUV: Audi Q3, BMW X1, Ford Kuga, Nissan Qashqai oder VW Tiguan garantieren beste Verkäufe.

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  • Motor: 2,8-Liter-4-Zylinder-Diesel
  • Leistung: 200 PS / 147 kW
  • Höchst
geschwindigkeit: 178 km/h
  • Beschleunigung: von 0 auf 100 km/h in 11 Sekunden
  • Verbrauch: 8,1 Liter (Werksangabe)
  • Richtpreis: ab 50 210 Franken

Und in diesen Tagen rollt nun auch der Range Rover Evoque ganz an der Spitze dieses Boomsegments auf die Strasse – edel zugeschnitten, topmodisch, auf Wunsch als Coupé.

Schöne neue Welt. Doch es muss nicht immer Kaviar sein, oder? Und weil es ja Leute gibt, die lieber Cervelat als Kaviar essen, habe ich mich mal wieder ans Steuer des Jeep Wrangler ­gesetzt. Mit gutem Grund: Die mittlerweile unter italienischer Flagge fahrenden Amis haben die Offroad-Ikone zum 70. Geburtstag des Ur-Jeeps Willys von A bis Z überarbeitet.

Das verheisst nicht immer Gutes. Beim Wrangler aber schon: Die Optik wurde kaum verändert, nur die riesige Stossstange für Europa stört das alt­bekannte Gesamtbild. Das wirkt wie Mickey Rourke nach einer Botox-Party. Dafür ist der italienische Einfluss im ­Interieur positiv spür- und sichtbar: Die einstigen Plastikeinöden sind verschwunden, neue Formen, frische ­Farben und hochwertigere Materialien machen den Jeep Wrangler fast schon chic. Und die Knöpfe und Schalter ­befinden sich neuerdings dort, wo sie auch hingehören.

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So viel zur Optik. Was die Technik betrifft, wurde der für Europa besonders wichtige 2,8-Liter-Diesel über­arbeitet und an eine neue Fünf-Gang-Automatik gekoppelt. Das passt bestens, ist der Wrangler so doch deutlich lebendiger unterwegs. Sowohl beim Stammtischsprint von 0 auf Tempo 100 wie auch sonst in jeder ­Disziplin nimmt der 2011er Jahrgang dem Vorgänger ein paar Sekunden ab. Dabei dieselt er zwar noch immer wie ein ganz Grosser, doch auch der Lärmpegel wurde gesenkt.

Apropos gesenkt: Wie in den heutigen Zeiten üblich, wurde der Motor nicht nur stärker, sondern auch spar­samer. Die 8,1 Liter Verbrauch aus den Werksangaben habe ich zwar deutlich übertroffen, aber mit rund 10 Litern auf 100 Kilometer – ohne Autobahnstrecken – kann man zufrieden sein.

Fazit: Wer gegen den Strom schwimmen will, ist mit dem Jeep Wrangler bestens bedient. Er gibt auch heute noch ein schickes Offroad-Cabrio ab, und dank dem neuen Hardtop ist er nicht nur winterfest, sondern dank seinen Ecken und Kanten auch winterschön.

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