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Gesamtwertung: Intensiver Prozess

Nach vielen Auswahlrunden und langen Diskussionen kürten die Juroren Kuoni zum unbestrittenen Sieger.

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Die drei Erstplatzierten:

  • 1. KUONI: Büroecco, Augsburg
  • 2. Credit Suisse: Arnold Inhalt und Form, Stäfa
  • 3. Bank Sarasin: Glutz AG, Basel

Das BILANZ-Geschäftsberichte-Rating 2010 zeichnet nur sieben Geschäftsberichte aus – statt wie üblich neun. Der Grund liegt bei Kuoni und Credit Suisse. Der Reiseveranstalter holte sich den ersten Platz gleich in zwei Wertungen, bei der Gesamt- und der Gestaltungswertung. Die CS wiederum schwang gleich bei drei Wertungen obenauf: Beim Internetauftritt verwies sie die Konkurrenz auf die Ränge, in der Gesamtwertung schaffte sie den zweiten Rang, im Value Reporting errang sie Bronze. Zuoberst aufs Podest schaffte es auch die Medizinaltechnikfirma Straumann, die beim Value Reporting den ersten Platz erreichte.

Das BILANZ-Rating der ­Geschäftsberichte ist das grösste dieser Art in der Schweiz. Es entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Harbour Club, der Ver­einigung der Schweizer Chief Communications Officers. Ins Ranking aufgenommen wurden 232 Geschäftsberichte. Bewertet wurden alle im SPI vertretenen Firmen. Dazu kamen die 50 umsatzstärksten Unternehmen aus dem Jahr 2009, die 15 Versicherer, die 2008 das höchste Bruttoprämien-Volumen aufwiesen, und die 25 Ban­ken mit der höchsten Bilanzsumme im selben Jahr. Nicht berücksichtigt wurden Firmen, die keinen Geschäftsbericht herausgaben.

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Dieses Sample wurde von vier verschiedenen Jurys einer Wertung unterzogen. Die Online-Jury ging in zwei Schritten vor. Sie ­beauftragte Studenten der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) für eine Vorselektion, aus der die elf besten Online-Auftritte hervorgingen. Die Online-Jury machte dann nur noch die Fein­arbeit in der Endrunde.

Prof. Rudolf Volkart, der wissenschaftliche Assistent Florian Eugster vom Institut für schweizerisches Bankwesen (ISB) der Universität Zürich und 13 Studenten bewerteten die Jahresberichte auf deren Informationsgehalt hin, das ­Value Reporting. So entstand die Rangliste der informativsten ­Berichte. Der Kommunikationsberater Peter Vetter leitete erneut die Gestaltungsjury. Diese beurteilte die Geschäftsberichte in einem mehrstufigen Verfahren nach ästhetischen und gestalterischen Kriterien. So entstand die Rangliste der schönsten Berichte. Aus den 20 besten Geschäfts­berichten, die aus der Addition der Rangpunkte beider vorgängigen Ratings (ohne die Online-Wertung) hervorgingen, destillierte die Gesamtjury in zwei Arbeitsschritten die drei Sieger heraus.

In einem ersten Schritt bewertete jeder Juror die 20 Kandidaten einzeln. Diese hiessen in alpha­betischer Reihenfolge: Axpo, Bâloise, Bank Coop, Charles ­Vögele, Credit Suisse, Feintool, Kuoni, Liechtensteinische Landesbank, Nestlé, Novartis, Orell Füssli, St.  Galler Kantonalbank, Sarasin, SBB, Sika, Sonova, Straumann, Swisscom, Swiss Re und Zürcher Kantonalbank. Daraus entstand eine Shortlist von sieben Geschäftsberichten. Auf dieser Liste figurierten noch die Berichte von Credit Suisse, Nestlé, Novartis, Kuoni, Sarasin, Straumann und Swisscom. In einer mehrstündigen intensiven Diskussion ­einigten sich die Juroren auf das Siegerpodest, wobei der erste Platz für Kuoni unbestritten war.

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