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Florentinische Verführung

Das Auktionshaus Koller Zürich versteigert von 19. bis 24. September rund 2000 Lose.

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Ein gewohnt starkes Angebot bietet am 22. September das Möbelsegment. Zu den Spitzenobjekten gehört ein dekoratives Prunkkabinett aus der Renaissance. Geschätzt wird das 1650 in Florenz gebaute Stück mit Pietra-Dura-Einlagen auf 180000 bis 280000 Franken. Ein dem Empire-Meister A. Régnier zugeschriebenes Bureau mécanique wird mit einer Taxe von 250000 bis 450000 Franken ausgerufen. Das als Rarissima geltende Los stammt aus dem Besitz von Eugène de Beauharnais, dem Sohn aus erster Ehe der berühmten Joséphine, Gemahlin von Kaiser Napoleon. Zu den Highlights gehört auch eine Skelettpendule aus dem Directoire mit frei schwingendem Werk, für die zwischen 90000 und 140000 Franken ­erwartet werden. Sie verkörpert das für das ausgehende 18. Jahrhundert typische gros­se Interesse an der Technik.

Zu den bedeutendsten Objekten des Angebots mit Altmeistern am 23. September zählt ein exzellentes Gemälde des Antwerpener Meisters Frans Francken des Jüngeren, entstanden um 1610. Die detailliert ausgearbeitete alttestamentarische Szene des «Gastmahls des Belsazar» wurde 25 Jahre später auch von Rem­brandt dargestellt und geht mit einer Schätzung von 700000 bis 900000 Franken an den Start. Klassische niederländische Stillleben sind ein stets sicherer Wert. Zu den schönsten im Angebot gehören Jacob Marrels «Blumenstrauss in einer Tonvase» aus dem Jahre 1645 für 350000 bis 450000 Franken sowie das meisterliche «Blumenstillleben mit Insekten» von Ambrosius Bosschaert d. J. von 1631 mit einer Schätzung von 200000 bis 300000 Franken. (ba)

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