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Expressionismus

Farbintensive Welten

Diese Ausstellung zeigt auf, dass der «Expressionismus» keine nationale Bewegung war, sondern vielmehr eine im Geiste des Kosmopolitismus und produktiven Austauschs entstandene Stilrichtung.

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Der Expressionismus gilt heute meist als deutsche Bewegung, obwohl sich diesr Anfang des 20. Jahrhunderts aus einer lebhaften Auseinandersetzung von deutschen Künstlern mit klassischer sowie aktueller französischer Kunst entwickelt hat.

Diese These verfolgt das Kunsthaus Zürich mit seiner Ausstellung «Von Matisse zum Blauen Reiter. Expressionismus in Deutschland und Frankreich». Es sieht den Expressionismus als kosmopolitische Bewegung, die von einem produktiven Austausch geprägt war. Auf die Werke der französischen Postimpres­sionisten und der «Fauves» reagierten die Künstler der «Brücke» und des «Blauen Reiters» mit wahren Farbexplosionen.

Die über 100 Meisterwerke von 38 Künstlerinnen und Künstlern werden in Europa einzig in Zürich zu sehen sein, bevor sie in die USA und nach Kanada weiterreisen. Parallel dazu zeigt die Galerie von Vertes an der Zürcher Bahnhofstrasse mit «Durchbruch der Moderne: von Matisse bis Kirchner», wie die verschiedenen Künstlergruppen sich um 1900 entwickelten und gegenseitig beeinflussten. 38 bedeutende Gemälde und Arbeiten auf Papier illustrieren den dramatischen Umbruch, der sich um die Jahrhundertwende im gesamten kulturellen Leben abzeichnete. Werke unter anderem von Degas, van Dongen, Dufy, Feininger, Jawlensky, Kandinsky, Matisse, Pechstein und Valtat machen deutlich, inwiefern der Austausch zwischen den Künstlern eine neue Ästhetik schuf, die die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat. Verbreitung fand sie durch Galeristen, Kunstsalons, progressive Sammler und Museumsdirektoren, welche ihr die erforderliche internationale künstlerische Plattform boten. (ba)

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