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Verdienst

Ewiger VR: So gut verdient Walter Kielholz bei der Swiss Re

Seit 20 Jahren sitzt Walter Kielholz im VR der Swiss Re. In dieser Zeit hat er bis zu 100 Millionen Franken verdient. Und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.

David Torcasso

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Hat gut lachen: Walter Kielholz, das VR-Urgestein kassiert seit Jahren Millionen ab. Keystone

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Walter Kielholz ist in der Versicherungsbranche das, was Angela Merkel in der Politik ist: ein Urgestein. Er sitzt seit 1998 im Sessel des Verwaltungsrats des RΓΌckversicherers Swiss Re. An der Generalversammlung des zweitgrΓΆssten RΓΌckversicherungskonzerns der Welt zeigt er auch nach zwanzig Jahren weiter Sitzleder und lΓ€sst sich zur Wiederwahl aufstellen.

Und zwar nicht nur als einfaches VR-Mitglied, sondern wieder als PrΓ€sident. VerstΓ€ndlich – 2017 wurde Kielholz mit 4,1 Millionen Franken fΓΌrstlich entlΓΆhnt. Im Vorjahr waren es sogar noch 4,8 Millionen Franken. 2014 lag das Gehalt bei 4,7 Millionen Franken. Das Auf und Ab seiner VergΓΌtung um einige Hunderttausend Franken dΓΌrften Kielholz aber nicht sehr schmerzen.

Top 5 der Grossverdiener

Mit diesen BetrΓ€gen gehΓΆrt er zu den Top 5 der Grossverdiener in den Schweizer VerwaltungsrΓ€ten. Axel Weber von der UBS und Christoph Franz von der Roche ΓΌbertrumpfen ihn noch um rund eine Million Franken. Dabei verdient Kielholz aber nicht mehr ganz so viel wie vor rund zehn Jahren als VR-PrΓ€sident der Credit Suisse. Diese zahlte ihm Mitte der 2000er-Jahren bis zu 16 Millionen Franken pro Jahr als PrΓ€sident aus.

Kielholz ist seit 27 Jahren bei Swiss Re: Zwanzig im VR und von 1997 bis 2002 amtete er als CEO: Kielholz ist der unumstrittene Patron des RΓΌckversicherers. In dieser Zeit als CEO und PrΓ€sident des VR hat der 67-JΓ€hrige geschΓ€tzte 80 Millionen Franken an SalΓ€ren kassiert.

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Inzwischen dΓΌrfte sich diese Summe nochmals erhΓΆht haben. Alleine in den letzten neun Jahren als PrΓ€sident lag seine EntschΓ€digung fΓΌr das Mandat zwischen vier und fΓΌnf Millionen Franken jΓ€hrlich. Damit summiert sich sein Einkommen alleine aus der Dekade als Swiss-Re-VR-PrΓ€sident schon auf bis zu 50 Millionen Franken.

Kielholz denkt nicht ans AufhΓΆren

Nach zwanzig Jahren und ΓΌber das Pensionsalter wird Kielholz auch jetzt wieder als VR-PrΓ€sident gewΓ€hlt. Die Swiss Re nennt in ihren Statuten keine AmtszeitbeschrΓ€nkung und auch keine Alterslimite. Doch eine solche Rekord-Amtszeit gilt in der heutigen Zeit als ΓΌberholt.

Auch Kielholz selbst schliest die Augen nicht gΓ€nzlich vor diesem Thema: So hat er als VR-PrΓ€sident der Credit Suisse zwischen 2003 und 2009 selbst eine AmtzeitsbeschrΓ€nkung von 15 Jahren eingefΓΌhrt. Diese Regelung traf Kielholz selbst als ersten: 2014 trat er zusammen mit Peter Brabeck aus dem VR der Grossbank zurΓΌck. Bei der Swiss Re rΓΌttelt aber derzeit niemand am Stuhl des machiavellistischen Kielholz. Er hat mit seinem RekordsalΓ€r wohl noch keine Lust, den Sessel zu rΓ€umen.

Dem AktionΓ€rsvertreter Actares stΓΆsst das sauer auf. Das Konsortium ΓΌbt Kritik an der Besetzung des Verwaltungsrats und fordert eine Β«BlutauffrischungΒ».



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