Ex-Investmentbanker als Favorit
Fünf Namen kursieren seither, darunter Cohn, aber das wohl nur, damit dieser nicht öffentlich blossgestellt wird. Trump hat inzwischen mit allen Bewerbern gesprochen – und offenbar nun einen Favoriten: Er neige zur Ernennung des Juristen und früheren Investmentbankers Jerome Powell, schreibt die Zeitung «Politico» unter Berufung auf drei Regierungsinsider, die namentlich nicht genannt werden.
Trump hatte zuvor erklärt, er werde seine Entscheidung «sehr bald» bekannt geben. Es gilt als wahrscheinlich, dass er sich äussert, ehe er am 3. November zu einer Asien-Reise aufbricht.
Mit Powell, 64 Jahre alt, von Freunden «Jay» genannt, würde ein Mann an die Spitze der Fed rücken, der bereits seit Langem in deren Führungsetage sitzt. Er wird wohl die Linie Yellens weiterverfolgen. «Als Chef dürfte er die Politik der schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik fortsetzen», sagen Volkswirte der Grossbank UniCredit. Yellen hat die Zügel nach einer jahrelange Nullzins-Phase nach und nach gestrafft. Sie hob die Leitzinsen auf das aktuelle Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent und will sie, dauert der wirtschaftliche Aufschwung in den USA an, bis zum Jahresende weiter erhöhen.