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Kostenfalle

Die grössten Roaming-Höllen der Welt

Wenn auch zögerlich, die Roaming-Preise für die Schweizer fallen. Aber in vielen Ecken der Welt greift man für die Smartphone-Nutzung noch tief in die Tasche – allen voran in beliebten Urlaubsländern.

Cynthia Castritius

Die Zeiten der guten alten Telefonzelle sind passé. Doch bei so manchen Roaming-Gebühren wünscht sich der ein oder andere im Urlaub doch die vergangenen Zeiten zurück. Der Vergleichdienst Comparis hat die Tarife miteinander verglichen.
Auch wenn Albanien es bei der Fussball-EM nicht unter die Top acht Mannschaften geschafft hat, was Roaming-Gebühren angeht ist das Land auf einem Spitzenplatz: 250 MB Datenvolumen, 15 Minuten Redezeit und zehn SMS kosten beim UPC Unlimited 2000 Tarif 2537,20 Franken.
Yoga ist der neue In-Sport bei Studenten im Kosovo. Reisende sollten sich dem anschliessen, statt über Roaming in die Schweiz zu telefonieren. Das kann mit 2542,70 Franken beim UPC Unlimited 2000 ungesund fürs Konto werden.
Ebenfalls teuer ist die Samba-Nation Brasilien. Wer den diesjährigen Olympischen Spielen dort beiwohnt, sollte möglichst wenig mit dem Smartphone surfen oder SMS versenden. Sonst klettert die Natel-Rechnung schnell auf 2600 Franken.
Das sonst als günstig bekannte Thailand ist für Schweizer Touristen eine Roaming-Hölle. Wer vergisst, nach Wlan und Free-Wifi-Hotspots zu fragen, der darf für zehn SMS, 15 Minuten Telefonie und 250 MB Datenverbrauch bis zu 2600 Franken berappen - auch hier ist Anbieter UPC Unlimited 2000 Spitzenreiter.
Viva Kuba! Das Land des Rums, der Zigarren und der Oldtimer öffnet sich dem Westen. Nur bei den Schweizer Natel-Tarifen sind die Roaming-Gebühren auf der Karibikinsel so veraltet wie teuer: 4049,50 Franken im Tarif Super Max von Sunrise und damit der zweite Platz .
Ein Steuerparadies sind die Cayman Islands, ein Inselparadies auch. Nur bei den Roaming-Gebühren denkt man eher an Folter: 4049,50 Franken für 250 MB Datenvolumen, 15 Minuten Redezeit und zehn SMS. Verdienter zweiter Platz des Sunrise-Tarifs Super Max.
Telefonieren in Nordkorea geht ebenso ins Geld: Die potenzielle Rechnung in Höhe von 4049,50 Franken bei Anbieter Sunrise im Super Max Tarif hat es in sich. Gut, dass diese Kosten nur theoretisch anfallen, weil viele Provider bei Erreichen der individuellen Rechnungslimite das Abo sperren.
Die Spitzenreiter unter den Roaming-Kostenfallen aber sind Kreuzfahrtschiffe. Nirgends ist es so teuer wie hier, ein paar SMS zu versenden oder Fotos hochzuladen: Der Spitzenwert wurde bei 5377 Franken erreicht.
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Teuer, teurer, Roaming-Gebühren. Was die EU für ihre Bürger bis 2017 abgeschafft haben will, kommt dem Schweizer im Urlaub noch immer teuer zu stehen. Zumindest, wenn er sich ein weit entferntes, etwas exklusiveres Domizil für die Ferienzeit ausgesucht hat.
Das Smartphone auf Reisen mitzunehmen und vom Strand, den Sehenswürdigkeiten oder dem Hotel-Buffet einzigartige Bilder zu machen, um sie am Pool mit den Zuhausegebliebenen und der Social-Media-Welt zu teilen, ist fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Die saftige Rechnung für anfallende Roaming-Gebühren am Ende des Monats indes nicht. Denn längst bietet noch nicht jedes Hotel, Restaurant oder gar Kreuzfahrtschiff unbegrenzt beziehungsweise kostenlos nutzbares Wlan für die Gäste.

Kreuzfahrtwucher vor Nordkorea

Die Vergleichsplattform Comparis hat sich daran gesetzt, die Schweizer Natel-Tarife auf ihre Roaming-Gebühren hin zu vergleichen. Es zeigt sich, dass nahezu alle Anbieter, unabhängig von Prepaid- oder Flatrate-Angebot, horrende Summen verlangen. Die Top fünf der teuersten Roaming-Höllen für Reisende positionieren sich bei Beträgen von weit über 1000 Franken. Und dafür ist nicht viel geboten: 250 Megabyte Daten, 15 Minuten Telefonat und zehn SMS wurden als Vergleichsparameter verwendet.

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Unterm Strich positionieren sich nicht nur beliebte Urlaubsziele wie Thailand und Brasilien weit oben im Ranking. Die saftigste Rechnung droht im Extremfall auf Kreuzfahrten: 5377 Franken schlagen im Sunrise Super Max auf hoher See zu Buche (der ganze Vergleich in der Bildergalerie oben).

Prepaid-Angebote und lokale Provider oft günstiger

Gut, dass diese Kosten nur theoretisch anfallen, weil viele Provider bei Erreichen der individuellen Rechnungslimite das Abo sperren. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, der ist nach Auskunft von Comparis mit einem Prepaid-Angebot gut bedient. Dabei sollten jedoch vor der Reise die passenden Optionen und Datenpakete gekauft werden. Eine weitere Alternative sind demnach lokale Provider. Und natürlich sich nach Möglichkeit in Hotels und Restaurants immer nach Wifi-Hotspots erkundigen.

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